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Wie funktioniert ein Immobilien-Teilverkauf?



Was Eltern bereits früher ihren Kindern rieten, hat auch heute noch Gültigkeit: Wer für das Alter vorsorgen möchte, erwirbt ein Eigenheim. Denn ein Immobilienkauf gilt nach wie vor als sinnvolle Kapitalanlage.

Allerdings können diverse Umstände dazu führen, dass das eigene Heim zur Belastung wird. Die Lösung: Der Teilverkauf der Immobilie. Doch was versteht man unter einem Immobilien-Teilverkauf? Welche Vor- und Nachteile bringt dieser mit sich? Und wie läuft der Teilverkauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung ab? Dieser Artikel liefert Antworten dazu.

 

Was ist ein Immobilien-Teilverkauf?

Wer sich den Traum eines Eigenheims erfüllt, profitiert nicht nur von den eigenen vier Wänden, sondern hat in der Regel auch die finanzielle Altersvorsorge im Blick. Und bis heute gilt ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung tatsächlich als lohnenswerte Kapitalanlage.

Allerdings sind auch die hohen Instandhaltungskosten bei einer Immobilie zu berücksichtigen. Gleichzeitig sinken die Einnahmen mit dem Renteneintritt, sodass sich viele Immobilieneigentümer im Alter trotz Eigenheim hinsichtlich ihrer Lebensqualität einschränken müssen.


Viele spielen mit dem Gedanken, das geliebte Heim mit all seinen Erinnerungen zu verlassen und das Haus zu verkaufen. Dabei ist der vollständige Immobilienverkauf nicht die einzige Möglichkeit. Vielmehr kann ein Immobilien-Teilverkauf dafür sorgen, dass der Eigentümer einen Teil des Kapitals aus seiner Immobilie herauslösen und frei verwenden kann.

Denn die eigene Immobilie weist einen spezifischen Wert auf. Allerdings ist die Liquidität eingeschränkt, da das Geld in der Immobilie steckt. Um Liquidität zu erhalten, kann ein Teil des Hauses oder der Eigentumswohnung veräußert werden. So wird weder ein belastender Kredit noch die Immobilienrente notwendig.

Dabei bleibt der Eigentümer weiter wie gewohnt in seinem Zuhause wohnen und kann diese auch wirtschaftlich nutzen – und das ein Leben lang. In diesem Fall spricht man von dem sogenannten Nießbrauchrecht ($ 1030 BGB). Das lebenslange Wohn- und Nutzungsrecht wird im ersten Rang des Grundbuches eingetragen.

 

immobilien-teilverkauf

Quelle: https://pixabay.com/de/photos/haus-schl%c3%bcssel-immobilien-4516175/

Vorteile

  • Kapital freisetzen: Der Teilkauf ermöglicht es Immobilieneigentümern, einen Teil der Immobilie in Liquidität umzuwandeln.
  • Keine Verschuldung: Die Aufnahme eines Kredits ist nicht notwendig.
  • Kein Umzug: Der Teilverkäufer muss das Eigenheim nicht verlassen.
  • Wünsche erfüllen: Das aus der Immobilie herausgelöste Kapital kann frei verwendet werden.
  • Lebenslanges Nießbrauchrecht: Der Teilverkäufer bleibt zu Hause wohnen und kann die Immobilie nutzen sowie vermieten.

Nachteile

  • Weitere Kosten: Der Teilverkäufer trägt die Instandhaltungskosten und alle weiteren Nebenkosten für die Immobilie.
  • Nutzungsentgelt: Der Teilverkäufer zahlt ein monatliches Nutzungsentgelt an den Teilkäufer, da er sein Zuhause wie gewohnt bewohnen und nutzen darf.

Wie funktioniert ein Immobilien-Teilverkauf?

Wer einen Immobilien-Teilverkauf in Betracht zieht, sollte einige Punkte beachten: Zunächst muss ein unabhängiger und zertifizierter Gutachter beauftragt werden, der den Wert des Eigenheims ermittelt. Das Gutachten bildet die Basis für den Immobilien-Teilverkauf und die Auszahlungssumme. In der Regel stellen Anbieter einen unabhängigen und zertifizierten Gutachter bereit.

In der zweiten Phase schließt der Teilverkäufer einen Vertrag mit dem Teilkäufer ab. Das lebenslange Nießbrauchrecht zugunsten des Teilverkäufers wird im ersten Rang des Grundbuchs eingetragen. Gleichzeitig ist ein Notar notwendig, der den Prozess begleitet und den Vertrag notariell beurkundet.

Nach Abschluss des Immobilien-Teilverkaufs zahlt der Teilverkäufer ein monatliches Nutzungsentgelt an den Teilkäufer, dieses variiert von Anbieter zu Anbieter. Gleichwohl kann der Teilverkäufer Mieteinnahmen erzielen, indem er einen Teil der Immobilie vermietet.

Wann ist ein Immobilien-Teilverkauf möglich?

Für einen Teilverkauf der Immobilie muss die Wunschauszahlung mindestens 100.000 Euro für maximal 50 Prozent der Immobilie betragen. Demnach muss das Eigenheim einen Marktwert von mindestens 200.000 Euro haben.

Weiterhin richtet sich das Angebot des Teilverkaufs insbesondere an Eigentümer ab dem 55. Lebensjahr, die Kapital aus dem Eigenheim herauslösen möchten, ohne dabei das eigene Zuhause verlassen zu müssen.

Fazit

Der Immobilien-Teilverkauf dient Eigentümern dazu, Kapital aus dem Eigenheim herauszulösen, indem ein Teil des Hauses oder der Eigentumswohnung veräußert wird. Dabei profitiert der Eigentümer von einem lebenslangen Nießbrauchrecht, das erstrangig im Grundbuch eingetragen wird.

Bei dem Teilverkauf ermittelt ein unabhängiger und zertifizierter Gutachter den Marktwert der Immobilie. Auf dieser Basis kann dann der Vertrag zwischen dem Teilverkäufer und dem Teilkäufer aufgesetzt werden. Ein Notar begleitet den Prozess. Ein monatliches Nutzungsentgelt zahlt der Teilverkäufer als Ausgleich dafür, dass er sein Zuhause ein Leben lang weiter bewohnen, nutzen und sogar vermieten kann.

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