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Sägezahndach – eine besondere Dachform

Inhaltsverzeichnis

Große Flächen wie Fabrikhallen überdachen – Sägezahndächer werden vorwiegend eingesetzt, um große Flächen nach oben abzuschließen und das Gebäude vor den Witterungsbedingungen zu schützen. Aber auch Flure oder große Räumlichkeiten, die privat genutzt werden, profitieren von der einzigartigen Anordnung der Pult- oder Satteldächer. Doch was ist ein Sägezahndach überhaupt? Lohnt sich die Investition? Und wie hoch fallen die Kosten für ein sogenanntes Sägezahn- oder Sheddach aus? 

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Sägezahndach
Sägezahndach (Bildquelle: https://elements.envato.com/de/sawtooth-roof-9FTTV5W)

Sägezahndach – alles, was man wissen muss

Ein Sägezahndach wird auch als Sheddach bezeichnet und bildet ein Pendant zum Flachdach. Eine Immobilie mit Sägezahndach wird zum Shedgebäude oder zur Shedhalle. 

Die Dachform eignet sich für große Grundflächen wie Mehrzweckhallen. Kennzeichnend ist die Verwendung mehrerer selbsttragender Konstruktionen, die in ihrer Anordnung an ein Sägeblatt erinnern. Verbaut werden Pult- oder Satteldächer, wobei die Pultdächer häufiger eingesetzt werden.  

Im 19. Jahrhundert wurden in England zum ersten Mal Fabrikhallen mit Sheddächern ausgestattet. Die einzelnen Pultdächer weisen bis heute verglaste Wände auf, um das natürliche Licht optimal zu nutzen. 

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Damals wurde die Dachkonstruktion eingesetzt, um die Fabriken heller zu gestalten. Die Ausrichtung nach Norden erfolgte, um die Arbeitsbedingungen der Arbeiter zu verbessern und diese vor der blendenden Sonne sowie vor zu hohen Innentemperaturen zu schützen. Schon bald wurden nicht nur Industrie-, sondern auch öffentliche Gebäude wie Museen mit Sägezahndächern versehen. 

Die Pultdächer können mit Kunststoffbahnen, Folie für das Dach, Metallen oder Bitumen gedämmt werden. Weiterhin können die Sheddächer mit Dachziegeln veredelt werden. Eine hohe Energieeffizienz ermöglichen PV-Anlagen auf dem Dach. Die Sägezahndächer bieten ausreichend Platz, um eine Photovoltaik-Anlage oder Solartherme zu nutzen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Dachflächen gen Süden ausgerichtet werden und einen Winkel von 30 Grad aufweisen. 

Darüber hinaus verfügen die PV-Anlagen über ein hohes Eigengewicht. Vor der Installation sollte deswegen überprüft werden, ob das Scheddach die Last zuverlässig trägt. 

Die Konstruktion, Neigung und Dämmung

Um Schlagschatten zu vermeiden, werden die Sägezahndächer in der Regel nach Norden ausgerichtet. Die einzelnen Dächer bestehen aus zwei Flächen: einer flachen und einer steilen Dachfläche.

Die steile Fläche lässt das Tageslicht in die Räumlichkeiten eintreten, während die flache Dachfläche komplett eingedeckt wird. Nach Süden, Westen oder Osten werden die Dächer nur dann ausgerichtet, wenn der Lichteinfall für die Nutzung keine Rolle spielt. 

Jeweils eine Fläche der Pultdächer neigt sich in einem Winkel zwischen 10 und 60 Grad. Die Rückseite dagegen weist eine senkrecht verlaufende, verglaste Wand auf. Der Effekt: Durch die einzelnen Elemente dient das gesamte Dach als Stütze. Insgesamt werden somit weniger separate Stützen für das große Gebäude benötigt.

Bei Neubauten ist es von hoher Relevanz, der Dämmung und Abdichtung des Hauses eine übergeordnete Rolle zukommen zu lassen. Die Dämmung erfolgt dabei auf Basis der Energieeinsparverordnung (EnEV), die zu berücksichtigen ist. 

Die einzigartige Bauweise der Sägezahndächer kann dazu führen, dass sich Wasseransammlungen auf dem Dach bilden. Dies ist beispielsweise nach einem Regenschauer der Fall. Umso wichtiger ist es, das Dach zuverlässig abzudichten, um Feuchtigkeitsschäden und einen Schimmelbefall zu vermeiden. 

Darüber hinaus ist es ratsam, eine Wärmedämmung aus Polyurethanschaum (PU-Schaum) oder Dämmplatten aus Steinwolle sowie ein Belüftungssystem einzusetzen. Denn in einem Gebäude mit Sheddach kann sich die Wärme stauen, sodass das Raumklima negativ beeinflusst wird. 

Sägezahndach – lohnt sich die Investition?

Großflächige Fabrikgebäude oder Einkaufszentren profitieren von einem Sheddach, das eine hohe Stabilität gewährleistet. Private Immobilien wie ein Ein- oder Zweifamilienhaus dagegen werden aufgrund der hohen Wartungskosten des Sheddachs häufig mit anderen Dacharten ausgestattet. 

Zugleich entsteht durch das Sheddach kein Wohnraum. Das bedeutet, dass die Wohnfläche gleich bleibt, während das Dach langfristig Kosten hervorruft. Auch kleine Räume sollten nicht separat mit einem Sägezahndach überdacht werden, da das Tageslicht nicht ausreicht, um den Wohnraum auf natürliche Weise zu beleuchten. Wohnhäuser mit großen Gemeinschaftsbereichen wiederum können durchaus mit einem Sheddach versehen werden. 

Die Vorteile

  • Einzigartiges Design 
  • Geeignet für große, gewerbliche Immobilien 
  • Helle Räume: Durch die Ausrichtung nach Norden blendet die Sonne nicht. Insbesondere Künstler und Handwerker profitieren von diesem Umstand. 
  • Tragendes Gerüst mit wenigen Trägern 
  • Große Dachflächen
  • Hervorragend für Photovoltaikanlagen geeignet

Die Nachteile

  • Ein Sheddach ist in der Regel nicht für private Wohnhäuser geeignet. 
  • Die senkrechten Dachelemente können Feuchtigkeitsschäden begünstigen. Durch ihre Ausrichtung nach Norden trocknet Feuchtigkeit zudem langsamer. 
  • Alle Dachelemente sind der Schwerkraft ausgesetzt. 
  • Die Dachpappe der Dachelemente muss in der Regel nach fünf bis zehn Jahren ausgetauscht werden. 
  • Sheddächer sind wartungs- und pflegeintensiv und können mit hohen Zusatzkosten, zum Beispiel für den Korrosionsschutz, einhergehen. 
  • Die Isolierung von Sheddächern ist mit einem hohen Aufwand verbunden. 
  • Sägezahndächer speichern die Wärme, sodass sich die Innenräume im Sommer aufheizen. 

Wie viel kostet ein Sägezahndach?

Sägezahndächer gehen mit einem hohen finanziellen Aufwand und hohen Wartungskosten einher. Aus diesem Grund werden die Sheddächer kaum bei privaten Wohnhäusern realisiert. Große, gewerblich genutzte Flächen dagegen lassen sich hervorragend mit Sägezahndächern ausstatten. 

Eine kleine Fläche zu überdachen, kann dabei mit einem Kostenaufwand von circa 20.000 Euro einhergehen. Bei großen Gebäuden fallen in der Regel Kosten im sechsstelligen Bereich an. Ein Pultdach, inklusive der Konstruktion, Eindeckung und der Dämmung, kostet in der Regel zwischen 100 und 120 Euro pro Quadratmeter.

Fazit – Sägezahndächer erfordern viel Sorgfalt und Pflege

Sägezahndächer ermöglichen es, große Innenräume ausreichend durch natürliches Tageslicht zu beleuchten. Gleichzeitig profitieren Arbeiter und Künstler bei einer Nordausrichtung der Pultdächer von einer geringen Blendung. Für private Immobilien lohnt sich ein Sägezahndach jedoch nur dann, wenn es sich um ein großes Wohnobjekt mit einzelnen, großen Räumlichkeiten wie Gemeinschaftsräumen handelt. 

Die Anschaffungskosten liegen bei circa 100 bis 120 Euro pro Quadratmeter. Langfristig entstehen jedoch hohe Pflege- und Wartungskosten. Zu den Vorteilen eines Sheddachs zählt, dass sich die Energiegewinnung aus Sonnenlicht in der Regel gut realisieren lässt. Denn die Dachform bietet ausreichend Fläche, um eine Photovoltaikanlage zu platzieren.

FAQ

Warum sollte man sich für ein Sheddach entscheiden?

Ein Sheddach, auch Sägezahndach, eignet sich für die Bedachung großer Flächen. 

Warum haben alte Fabriken gezackte Dächer?

Viele Fabriken wurden früher mit Sägezahndächern bestückt. 

Wie sieht die Dachform Shed aus?

Die Dachform besteht in der Regel aus einem Pultdach mit einer senkrechten und einer angewinkelten Fläche. 

Was gibt es für Dachformen?

Neben den Pult- und Satteldächern werden häufig Flachdächer, Zeltdächer und Walmdächer verbaut. 

Hi ich bin Tomke Schwede, eigentlich bin ich Online-Marketer mit Leib und Seele. Mit meinem eigenen Hausbau aber, habe ich mich dazu entschlossen diesen Blog hier aufzubauen. In dieser Zeit habe ich es gelernt, Bauherr zu sein zu lieben. Nun kann ich meine beiden Leidenschaften verbinden und unterstütze Bauherren und werdende Bauherren dabei erfolgreich zum eigenen Haus zu kommen. Ich teile dabei mein Wissen, welches ich mir durch echte eigene Erfahrungen und sehr viel Recherche aufgebaut habe.
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