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Mansarddach: Was zeichnet es aus?

Inhaltsverzeichnis

Das Mansarddach ist häufig bei Altbauten, weniger auf neuen Häusern zu finden. Es hat eine interessante Optik und bietet auch im Inneren des Hauses einige Vorteile. Während Mansarddächer in früheren Zeiten häufig als Zeichen von Prunk und Adel für herrschaftliche Bauten gewählt wurden, sind es heute vor allem praktische Gründe, die viele Menschen vom Mansarddach überzeugen.

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Die Bauweise eines Mansarddaches erfordert Geschick und Feinarbeit, weshalb sich in jedem Fall ausschließlich Experten darum kümmern sollten. In diesem Artikel erfährst Du, was es mit dem Mansarddach auf sich hat und auf welchen Bauten es besonders schön aussieht.

https://pixabay.com/de/photos/haus-heimat-residenz-immobilien-2414374/
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Was ist ein Mansarddach?

Die Dachschrägen eines Mansarddaches sind unterschiedlich stark geneigt. Dadurch entstehen Knicke, welche die steileren Flächen im unteren Bereich von den flacheren Stellen des Dachs im oberen Bereich trennen. Der Vorteil dabei ist, dass die Dachschrägen bei dieser Dachform deutlich kürzer sind, als bei einem normalen Sattel- oder Spitzdach.

Demzufolge befindet sich direkt unter dem Dach eine größere Stellfläche und Räume lassen sich bis zu einer bestimmten Höhe optimal nutzen. Das Dach hat seinen Namen daher, dass dadurch zusätzlicher Wohnraum für eine oder auch mehrere Mansarden entsteht.

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Die Dachform Mansarddach wurde früher oft für herrschaftliche Gebäude verwendet, da sie besonders ansprechend aussieht. Eingedeckt werden kann solch ein Dach mit unterschiedlichen Materialien, von Ziegeln, Schiefer bis zu Schilf (Reet). Allerdings sollte nicht das schwerste Material gewählt werden. Durch die extremen Schrägen und Neigungswinkel kann es andernfalls passieren, dass Deckmaterial irgendwann wegrutscht. Bei Schilf besteht die Gefahr, dass es sich mit der Zeit durch Regen mit Wasser vollsaugt und deswegen zu schwer für das Mansarddach wird. Zudem kann es die Dämmung des Innenraums erschweren.

Das Mansarddach eignet sich nicht nur für Altbauten, sondern kann auch auf modernen Häusern sehr schick sein. Dabei wird das optische Erscheinungsbild jedoch nicht nur durch die Form des Dachs bestimmt. Für moderne Häuser eignen sich zum Beispiel schwarze Ziegel in Kombination mit großen Dachfenstern und -gauben. Für einen konservativen und eleganten Stil empfiehlt es sich, klassische Ziegel, einen geschwungenen Dachüberstand und elegant wirkende Dachgauben zu wählen.

Hier hat das Mansarddach seinen Ursprung

Seinen Ursprung hat das Mansarddach im Frankreich des 16. und 17. Jahrhunderts. Die beiden französischen Architekten und Baumeister François Mansart (1598–1666) und Jules Hardouin-Mansart (1646–1708) hatten eine Schwäche für die abgeknickten Dächer und statteten demzufolge viele Ihrer Bauten damit aus.

Dennoch sind sie nicht die Erfinder dieser Dachform. Bei diesem handelt es sich um den französischen Architekten Pierre Lescot. Er baute bereits Mitte des 16. Jahrhunderts Mansarddächer, welche damals natürlich noch nicht so genannt wurden. Der erste Neubau, bei dem Lescot diese Dachart einsetzte, war das Stadtschloss Louvre in Paris, welches noch heute als Museum bekannt ist. Ursprünglich diente es den französischen Königen als Sitz.

Das sind die Vorteile

Ein Mansarddach hat gegenüber anderen Dachformen einige Vorteile. Zu diesen gehören:

  • luxuriöse und majestätische Optik
  • mehr nutzbare Fläche im Dachgeschoss durch Verkürzung der Dachschrägen
  • besonderer Schutz, auch bei extremen Witterungsbedingungen

Weiterhin lassen sich mit einem Mansarddach besondere Dachelemente gut integrieren. Oberhalb der Traufe kann nach Belieben neuer Wohnraum geschaffen werden. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Höhe des Gebäudes durch einen Bebauungsplan begrenzt wird, da ein Mansarddach nicht als zusätzliches Vollgeschoss zählt. Der Vorteil ist, dass es dennoch als solches genutzt werden kann.

Das sind die Nachteile

Allerdings weist ein Mansarddach auch ein paar Nachteile auf, die Du bedenken solltest, bevor Du Dich für ein solches entscheidest.

  • meist höhere Kosten beim Bau: hoher Materialbedarf und komplizierte Dachkonstruktion
  • undichte Stellen an den Knicken möglich: Gefahr durch Nässe und Schimmel
  • deutlich mehr Pflegeaufwand als bei andere Dacharten: etwa alle 10 Jahre Überprüfung durch Experten notwendig
  • Installation von Solartechnik erschwert: Anbringung umständlich und kostenintensiv durch steile Winkel der Dachflächen

Bedenke immer, dass es sich bei den Vor- und Nachteilen um Punkte handelt, die jeweils individuell betrachtet werden müssen. Du solltest Dir darüber bewusst sein, worauf Du bei Deinem Haus besonderen Wert legst, und Du solltest nach diesen Gesichtspunkten entscheiden, ob ein Mansarddach dafür geeignet ist.

Sonderformen des Mansarddachs

Mansarddächer sind für unterschiedliche Baustile geeignet. Das liegt daran, dass sie sehr individuell gestaltet werden können. Während alte Bauten häufig mit dem klassischen Mansardsatteldach ausgestattet wurden, wählen viele Bauherren heute drei andere Formen:

  • Mansardgiebeldach: auch beide Giebelseiten weisen jeweils einen Knick auf
  • Mansardwalmdach: alle vier Dachseiten weisen jeweils einen Knick auf und es gibt keine Giebelseite
  • Mansarddach mit Flachdach: oberer Teil des Mansarddaches wird durch ein Flachdach ersetzt.

Spielst Du mit dem Gedanken, Dein Haus mit einem Mansarddach auszustatten, solltest Du überlegen, welche der aufgeführten Varianten am besten dazu passt. Hilfreich kann eine Computeranimation oder klassische Zeichnungen sein, die das fertige Haus mit unterschiedlichen Dachformen zeigen.

Das kostet die besondere Art des Dachs

Ein Mansarddach ist – verglichen mit anderen Dacharten – recht kostenintensiv. Geht man von einer Dachfläche mit 280 Quadratmetern aus, müssen für den Dachstuhl etwa 25.000 Euro, für die Eindeckung etwa 18.000 Euro und für die Wärmedämmung ungefähr 17.000 Euro eingeplant werden. Zum Vergleich: Ein Haus mit einem Satteldach auszustatten, würde ungefähr die Hälfte kosten. Somit ist das Mansarddach zwar vergleichsweise teuer, bietet aber auch mehr Vorteile als ein normales Satteldach.

Beträgt die Dachfläche 280 m², wirst Du etwa 60.000 Euro dafür ausgeben müssen. Bedenke jedoch, dass es sich hierbei nur um Beispielrechnungen handelt. Um den genauen Preis für ein Mansardendach zu erfahren, solltest Du Dich von einer Fachperson beraten lassen. Diese kann Dir sagen, wie viel Euro pro Quadratmeter Du für Dein Mansarddach ausgeben musst.

Für wen lohnt sich das Mansarddach?

Die Dachform Mansarddach ist besonders ansehnlich und prunkvoll. Deswegen eignet sie sich für alle, die viel Wert auf das äußere Erscheinungsbild ihres Hauses legen. Auch moderne Gebäude können mit einem Mansarddach ausgestattet werden und erhalten dadurch einen ganz besonderen Charme.

Wähle außerdem ein Mansarddach, wenn Du Dir ein zusätzliches Geschoss für Dein Haus wünschst, welches jedoch nicht als solches gewertet wird. Dadurch, dass die Schrägen erst weit oben beginnen, kannst Du Möbel ohne Probleme aufbauen und viele Dinge verstauen. Das Mansarddach trotzt darüber hinaus den extremsten Witterungsbedingungen und schützt das Haus an einigen Stellen wie ein Mantel.

Allerdings musst Du im Falle eines Mansarddaches mit hohen Anschaffungskosten rechnen. Entscheide Dich also nur dafür, wenn Dir das notwendige Budget dafür zur Verfügung steht. Zudem ist viel Pflegeaufwand nötig, da es andernfalls zu unbemerkten undichten Stellen an den Knicken im Dach kommen kann.

Wartung und Pflege von Mansarddächern

Im Gegensatz zu Flachdächern und Co. benötigt ein Mansarddach viel Pflege. Hauptaugenmerk ist auf die Knicke zu legen, denn dort passieren bereits beim Bau leider die häufigsten Fehler. Ein Experte sollte sich diese in regelmäßigen Abständen ansehen und dahin gehend überprüfen, dass dort keine undichten Stellen auftreten. Andernfalls kann Nässe eindringen, welche wiederum Schimmel begünstigt.

Schwierigkeiten beim Mansarddach

Aufgrund der speziellen Form wird den Dachdeckern viel Feinarbeit beim Bau des Mansarddachs abverlangt. Das Dach kann nämlich nur dann optimal auf dem Haus sitzen, wenn zuvor eine genaue Planung des Dachstuhls durchgeführt wurde. Im Gegensatz zu einfachen Dachformen besteht die Unterkonstruktion des Mansarddaches nicht einfach nur aus geraden Dachbalken. Um Fehler zu vermeiden, müssen die Handwerker eine genaue Berechnung von Winkel, Traufhöhe und Dämmung vornehmen.

Insbesondere im Bereich der Knicke ist mit viel Planung und Sorgfalt vorzugehen, damit Nässe und Schimmelbildung beim Mansarddach verhindert werden. So müssen die Fachbetriebe an solchen Stellen mit äußerster Sorgfalt vorgehen. Ein vollständiges Abdichten der Knickstellen ist unbedingt notwendig.

Eine weitere Problematik, die mit Mansardendächern einhergeht, hat sich vor allem in den letzten Jahren verdeutlicht. Viele Menschen nutzen heutzutage Photovoltaikanlagen. Die Module lassen sich aber nur schwer und mit erhöhtem Kostenaufwand an die steilen Schrägen des Mansardendachs anbringen.

FAQ

Ein Mansarddach ist eine besonders prunkvolle Dachform, zu der es viel zu sagen gibt. Vielleicht haderst Du nun mit der Entscheidung, ob sich eine solche Konstruktion für Dein Bauprojekt eignet oder nicht. In diesem Bereich beantworten wir die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema.

Warum Mansarddach?

Es gibt zahlreiche Gründe, weshalb sich Bauherren und -frauen für ein Mansarddach entscheiden. Zu den häufigsten gehört jedoch, dass sie damit ein weiteres Stockwerk für das Haus und demzufolge mehr Stauraum erhalten, als es bei einem klassischen Satteldach der Fall ist.

Was kostet ein Mansardendach?

Ein Mansarddach ist in den meisten Fällen fast doppelt so teuer wie ein herkömmliches Satteldach. Allerdings solltest Du Dich immer individuell beraten lassen, wenn Du vorhast, Dein Haus mit einem Mansarddach ausstatten zu lassen. Experten können Dir genau sagen, wie viel die Dachform unter Einbezug Deiner persönlichen Vorstellungen kostet.

Durchschnittlich betragen die Kosten für ein Mansarddach bei einer Dachfläche von 280 m² etwa 60.000 Euro. Bedenke jedoch, dass noch Instandhaltungs- und Wartungskosten hinzukommen können.

Ist ein Mansarddach ein Satteldach?

Nein, bei dem Mansarddach handelt es sich um eine spezielle Dachform, die durch bestimmte Eigenschaften vom herkömmlichen Satteldach abweicht. So besteht die geneigte Dachhaut nicht aus einer durchgehend ebenen Fläche, sondern weist jeweils einen Knick auf. Unter den Knicken hat das Dach eine steilere Neigung. Allerdings kann ein Satteldach die Grundlage für das Mansarddach bilden.

Welche Dachformen gibt es?

Neben dem prunkvollen Mansarddach gibt es noch viele weitere Dacharten. Für welche Du Dich letztlich entscheidest, ist in erster Linie von Deinem Geschmack abhängig. Allerdings kann es je nach Region auch zu Einschränkungen bei der Wahl eines Dachs kommen. Unterschieden wird zwischen etwa 24 verschiedenen Dachformen, darunter das Flachdach, Walmdach, Kreuzdach, Grabendach, Krüppelwalmdach, Pultdach und Satteldach.

Fazit

Beim Bau eines Hauses stellt sich zwangsläufig die Frage, welche Dachform man auswählen sollte. Aufgrund der zahlreichen Varianten fällt die Auswahl mitunter schwer. Eine besonders prunkvolle Dachform, die bereits vor vielen tausend Jahren zahlreiche Häuser schmückte, ist das Mansarddach. Diese Dachart ist zwar besonders teuer, hat aber gegenüber anderen Dächern einige Vorteile. So überzeugt das Mansarddach beispielsweise damit, dass sich ein zusätzliches Geschoss darunter einrichten und nach eigenen Wünschen gestalten lässt.

Damit es nicht zu Problemen mit dem Mansarddach kommt, sollte bereits bei dessen Bau darauf geachtet werden, dass die Dachdecker sorgfältige Arbeit leisten und insbesondere an den Knickstellen auf eine ausreichende Abdichtung achten. Ein Mansarddach sollte in regelmäßigen Abständen überprüft werden, da undichte Stellen andernfalls eventuell nicht bemerkt werden.

Soll es eine Sonderform des Mansarddaches sein, kannst Du Dich auch für ein Mansardsattel-, Mansardgiebel- oder Mansardwalmdach entscheiden. Diese unterscheiden sich hinsichtlich der Position ihrer Knicke und den Neigungswinkeln der Dachschrägen.

Übrigens lassen sich Mansardendächer nicht nur auf Häusern mit einem altehrwürdigen Erscheinungsbild anwenden. Auch moderne Bauten profitieren mitunter durch die Kombination aus klaren Linien und herrschaftlichem Dach.

Hi ich bin Tomke Schwede, eigentlich bin ich Online-Marketer mit Leib und Seele. Mit meinem eigenen Hausbau aber, habe ich mich dazu entschlossen diesen Blog hier aufzubauen. In dieser Zeit habe ich es gelernt, Bauherr zu sein zu lieben. Nun kann ich meine beiden Leidenschaften verbinden und unterstütze Bauherren und werdende Bauherren dabei erfolgreich zum eigenen Haus zu kommen. Ich teile dabei mein Wissen, welches ich mir durch echte eigene Erfahrungen und sehr viel Recherche aufgebaut habe.

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