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Krüppelwalmdach – Vor- und Nachteile der Dachform

Inhaltsverzeichnis

Das Krüppelwalmdach gilt als beliebte Dachkonstruktion im Landhausstil und bietet gegenüber dem traditionellen Walmdach einige Vorteile. Charakterisiert wird das Krüppelwalmdach durch die Stirnseiten der Dachfläche, bei denen der Walm höher ansetzt und sich im Dachgeschoss so ein Giebel bildet, welcher eine besonders hohe Wohnqualität ermöglicht.

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Was versteht man unter einem Krüppelwalmdach?

Das Krüppelwalmdach stellt eine Sonderform des beliebten Walmdachs dar. Vor allem in Norddeutschland setzen auch heute noch viele Landhausbauer auf die besondere Dachform und profitieren von dessen Vorteilen. Doch nicht nur die klassischen Friesenhäuser werden gerne mit Krüppelwalmdach gebaut: Auch bei traditionellen Landhäusern im Bergland kann das Dach einen stilvollen Akzent setzen und zum ländlichen Charme beitragen.

Bild von Demiahl auf Pixabay
Bild von Demiahl auf Pixabay

Konstruktion

Das Krüppelwalmdach basiert auf der Kombination zweier Dachformen: dem Walm- und dem Satteldach. Dabei schafft es die einzigartige Dachkonstruktion, die Vorteile dieser beiden Dachformen zu vereinen und die Nachteile außen vorzulassen.

Auffällig am Krüppelwalmdach sind die beiden Dachflächen an der Stirnseite des Hauses, die auch als Walmflächen bezeichnet werden. Diese reichen nicht bis hinunter zur Traufe, sondern sind deutlich höher angesetzt und bilden eine Trapezform. So entsteht auf jeder Stirnseite ein Giebel, welcher einen hohen Wohnkomfort im Dachgeschoss bietet.

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Es ist dabei möglich, die Höhe der Dachtraufe individuell zu wählen und sogar bis zum Boden zu verlängern. Durch diese Konstruktion haben Hausbesitzer deutlich mehr Gestaltungsspielraum und können sogar normale Fenster im Dachgeschoss anbringen. Der hohe konstruktive Aufwand eines Krüppelwalmdachs lohnt sich: Diese Dachform weist eine besonders hohe Stabilität und Langlebigkeit auf – egal, welchem Wind und Wetter es ausgesetzt wird.

Grundsätzlich kann das Krüppelwalmdach als Dachform für jedes Einfamilienhaus eingesetzt werden. Nur bei besonders niedrigen Dachneigungen kommt eine solche Dachform nicht in Frage – ist der Dachraum ohnehin zu niedrig für Wohnzwecke, macht eine solche Konstruktion schlichtweg keinen Sinn. Aus diesem Grund beträgt die Dachneigung eines Krüppelwalmdachs im Normalfall mindestens 35 Grad.

Eindeckung

Ein Krüppelwalmdach kann mit verschiedenen Materialien eingedeckt werden. Wer sich nach traditionellem Landhauscharme sehnt, kann das Dach beispielsweise mit Reet oder Schiefer eindecken lassen. Es gibt jedoch auch günstigere Alternativen wie Dachziegel, Dachsteine oder Metalleindeckungen, beispielsweise aus Aluminium, Zink oder Kupfer. Auch Holz mit geteerter Dachpappe kommt als Eindeckungsmaterial in Frage.

Dämmung

Je nachdem, ob das Dachgeschoss unter dem Krüppelwalmdach für Wohnzwecke genutzt werden soll, kann die Dämmung unterschiedlich erfolgen. Soll der Dachstuhl als Wohnraum zur Verfügung stehen, ist eine professionelle Dämmung nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung notwendig. Wird der Raum ausschließlich als Dachboden genutzt, reicht eine Dämmung der obersten Geschossdecke in der Regel aus.

In Hinblick auf das Dämmmaterial können verschiedene Materialien wie Holzwolle oder Holzfaser zum Einsatz kommen. Als Dämmmethode kommen verschiedene Möglichkeiten in Frage:

  • Aufsparrendämmung: Der Dämmstoff wird hierbei außen angebracht und dämmt besonders effizient.
  • Zwischensparrendämmung: Die Dämmung wird zwischen den Dachsparren angebracht. Sie gilt als die beliebteste Dämmmethode.
  • Untersparrendämmung: Die Dämmung wird unter den Sparren mithilfe einer Traglattung angebracht und oft mit der Zwischensparrendämmung kombiniert.

Kosten

Die Baukosten eines Krüppelwalmdachs sind grundsätzlich vergleichbar mit denen eines herkömmlichen Walmdachs. Verglichen mit einem herkömmlichen Satteldach fallen sie jedoch höher aus – schließlich ist die gesamte Konstruktion mit einem deutlich größeren Aufwand verbunden.

Im Gesamten betrachtet gehören Walmdächer mit zu den teuersten Dachformen. Die hohen Preise lassen sich durch die komplizierte Konstruktion und den hohen Materialbedarf erklären, welcher aufgrund der vielen Dachflächen besteht. Im Normalfall kann man in etwa mit Kosten von 100 Euro pro Quadratmeter planen, wobei der Gesamtpreis auch von der Walmgröße, der Eindeckung und Dämmung sowie anderen baulichen Aspekten abhängt.

Wichtiger Faktor: Die Energieeffizienz

Krüppelwalmdächer wirken sich durch ihre besondere Form günstig auf den Energiebedarf des Hauses aus. Zum einen können die oberen Giebelbereiche und Seitenwände durch die Dachüberziehung vor Wind geschützt werden, wodurch Heizkosten eingespart werden. Zum anderen kann ein Krüppelwalmdach, ähnlich wie jedes Satteldach, auf der Innenseite eine thermische Isolierung erhalten.

Ein Walmdach und ein Krüppelwalmdach bieten im Vergleich zum Satteldach zudem einen entscheidenden Vorteil: Mindestens vier geneigte Dachflächen können genutzt werden, um Photovoltaik-Anlagen oder Solardachziegel anzubringen und die Energieeffizienz des Hauses so zu steigern.

Abgrenzung zu anderen Dachformen

Das Krüppelwalmdach stellt eine besondere Kombination des Walmdachs und des Satteldaches dar und vereint die besten Merkmale dieser beiden Dachformen. Doch worin unterscheidet sich ein Krüppelwalmdach von den anderen Dacharten? Die Unterschiede bestehen hauptsächlich in der Konstruktion und der Form der Dachseiten.

Was ist der Unterschied zwischen einem Walmdach und einem Krüppelwalmdach?

Bei einem herkömmlichen Walmdach wird der Giebel des Daches vollständig durch den Walm ersetzt. Beim Krüppelwalmdach hingehen werden die Walme verkürzt, sodass ein Teil der Giebelflächen stehen bleibt. Dadurch bieten sich im Dachgeschoss des Hauses mehr Gestaltungsmöglichkeiten und gerade Stellflächen für Möbel. Zudem können normale, große Fenster verbaut werden, welche für einen ausgiebigen Lichteinfall sorgen.

Ist ein Krüppelwalmdach ein Satteldach?

Ein Krüppelwalmdach ähnelt dem traditionellen Satteldach von der Optik her, dennoch bestehen einige Unterschiede. Statt zwei geneigte Dachflächen besitzt das Krüppelwalmdach vier: zwei giebelseitige Flächen sowie zwei traufseitige Dachflächen. Die giebelseitige Dachfläche ist so verkürzt, dass – wie beim Satteldach – der Giebel erkennbar ist. Dieser ist jedoch nicht dreieckig, sondern weist durch den verkürzten Walm eine trapezförmige Optik auf.

Vor- und Nachteile des Krüppelwalmdachs

Das Krüppelwalmdach gilt nicht ohne Grund als eine der beliebtesten Dachformen für Landhäuser. Die besondere Bauweise bringt einige entscheidende Vorteile mit sich:

  • Charmante Optik im Landhausstil
  • Eine deutlich erhöhte Stabilität
  • Wenig Pflegeaufwand der Giebelseiten
  • Gute Witterungsbeständigkeit, auch bei Wind, Schnee und Regen
  • Geeignet für die Nutzung von Solarenergie
  • Einsparung von Heizkosten durch Dachüberziehung
  • Viel Lichteinfall durch normale Fenster im Dachgeschoss
  • Hoher Wohnkomfort im Dachgeschoss durch vergrößerten Wohnraum
  • Mehr Gestaltungsspielraum für bauliche Extra-Wünsche wie eine Loggia

Der bauliche Aufwand bringt jedoch auch einige Nachteile mit sich, welche Hausbauer bei der Dachauswahl bedenken sollten:

  • Die komplizierte Bauweise bedeutet einen hohen Aufwand in Bezug auf Materialien und Bauarbeit.
  • Mehr Dachflächen müssen gepflegt und gewartet werden.
  • Es ist mit höheren Baukosten zu rechnen.
  • Ein Krüppelwalmdach hat mehr Dachschrägen.

Trotz der Herausforderungen, die ein Krüppelwalmdach mit sich bringt, sollte es beim Hausbau aufgrund seiner vielseitigen Vorteile als Alternative für ein Sattel- oder Walmdach in Erwägung gezogen werden. Gerade angesichts der Schwierigkeiten, die der Klimawandel in Zukunft mit sich bringen wird, kann sich das stabile und robuste Krüppelwalmdach durchaus rentieren – ganz zu schweigen davon, dass es einen außerordentlich großen Charme mit sich bringt.

Hi ich bin Tomke Schwede, eigentlich bin ich Online-Marketer mit Leib und Seele. Mit meinem eigenen Hausbau aber, habe ich mich dazu entschlossen diesen Blog hier aufzubauen. In dieser Zeit habe ich es gelernt, Bauherr zu sein zu lieben. Nun kann ich meine beiden Leidenschaften verbinden und unterstütze Bauherren und werdende Bauherren dabei erfolgreich zum eigenen Haus zu kommen. Ich teile dabei mein Wissen, welches ich mir durch echte eigene Erfahrungen und sehr viel Recherche aufgebaut habe.

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