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Was ist beim Kauf einer Klimaanlage wichtig?



Immer heißeren Sommer, eine neue Wertschätzung für Häuslichkeit und strengere Hygieneanforderungen – der Trend begann nicht erst mit Corona – haben den Bedarf nach einer Klimaanlage auch in Mitteleuropa steigen lassen. Viele Menschen möchten sich nicht mehr mit dauerhaft überhitzten Wohnungen im Sommer abfinden. So wie es selbstverständlich ist, im Winter zu heizen, streben sie im Sommer nach einer bedarfsgerechten Abkühlung.

Doch viele unbekannte Fachbegriffe und Kennzahlen erschweren den Produktvergleich für eine Klimaanlage. Wir bringen Licht ins Dunkel und zeigen, worauf es beim Kauf einer Klimaanlage ankommt.

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Welche Klimaanlage soll es sein?

Klimaanlagen werden in ihrem Aufbau in Monoblock- und Split-Klimageräte unterschieden. Daneben gibt es noch Luftkühler und Ventilatoren, deren Kühlleistung allerdings unzureichend ist.


Bereits die Begrifflichkeit klärt den Unterschied zwischen einer Monoblock- und einer Split-Klimaanlage. Während Monoblock-Klimaanlagen kompakte Geräte sind, bei denen die Klimatisierung von Innenräumen in einer Einheit stattfindet, sind bei einer Split-Klimaanlage Innen- und Außengerät voneinander getrennt.

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Die Vorteile einer Monoblock-Klimaanlage

Die Tatsache, dass die Monoblock-Klimaanlage nur aus einem Gerät besteht, macht dieses flexibel, dessen Standort sich in der Wohnung nach Bedarf verschieben lässt. Außerdem lässt sich die Monoblock-Klimaanlage auf Reisen mitnehmen, wobei in dieser Hinsicht auch ein Luftkühler eine gute Wahl ist, da er leichter als eine Monoblock-Klimaanlage und auf die Klimatisierung kleinerer Räume ausgerichtet ist.

Bei einem Monoblockgerät sparen sich Kunden den Einbau und die regelmäßige Wartung. Auch vom Kaufpreis her sind Monoblock-Klimaanlagen deutlich günstiger als Split-Klimaanlagen. Die Nutzung ist nicht genehmigungspflichtig, was das Gerät für Mieter attraktiv macht.

Die Nachteile einer Monoblock-Klimaanlage

Monoblock-Klimaanlagen haben einen deutlich sichtbaren Makel: den Abluftschlauch. Dieser muss aus dem Fenster geführt werden, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch zu einem ständigen Unterdruck führt, der durch die Klimaanlage ausgeglichen werden muss. Aus diesem Grund arbeiten Monoblock-Klimaanlagen, sofern nicht zur Zweischlauchtechnik gegriffen wird, weniger effizient als Split-Klimageräte.

Wer offene Fenster während der Klimatisierung vermeiden möchte, kann die Fenster mit selbstklebenden Streifen zwischen Fenster und Rahmen verdichten, die sich per Reißverschluss an die Größe des etwa 15 cm dicken Schlauches anpassen lassen.

Monoblockgeräte sind im Innenraum überdies deutlich lauter als Split-Klimaanlagen.

Die Vorteile einer Split-Klimaanlage

Die Installation einer Klimaanlage führt zu einer deutlichen Wertsteigerung des Hauses. Zudem ist es mit Multisplit-Klimaanlagen möglich, die Klimatisierung auf mehrere Räume auszudehnen. Bis zu sechs Zimmer können auf diese Weise klimatisiert werden.

Split-Klimaanlagen arbeiten wesentlich energieeffizienter als Monoblock-Anlagen und bringen die Räume um ein Vielfaches schneller auf die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Split-Klimaanlagen sind deutlich aufwendiger gestaltet, bieten in der Tendenz mehr Funktionen und lassen sich per App vom Smartphone aus steuern sowie mit dem Smart Home vernetzen.

Die Nachteile einer Split-Klimaanlage

Gutes hat leider seinen Preis, der bei einfachen Monosplit-Klimaanlagen ungefähr zwischen 600 und 1.500 EUR liegt, während Multisplit-Klimaanlagen mehr als 2.500 EUR kosten können. Kalkuliert werden muss außerdem mit Kosten für den Einbau und die Wartung. Mieter müssen sich vor der Installation die Genehmigung ihres Vermieters abholen, während Bauherren direkt mit der Montage loslegen können.

Zu beachten ist die Lärmentwicklung durch das Außengerät, die bei einer zu hohen Lautstärke zu Beschwerden in der Nachbarschaft führen kann. Wer in einem dicht besiedelten Gebiet lebt, sollte deshalb im Produktvergleich auf die Geräuschkulisse des Außengeräts achten, die wie für das Innengerät in Dezibel angegeben wird.

Welche Funktionen soll die Klimaanlage haben?

Besonders bei Split-Klimaanlagen finden sich viele Produkte mit einer beeindruckenden Funktionsvielfalt auf dem Markt. Rechnen können Kunden mit einem integrierten Luftfilter und einem in Stufen justierbaren Gebläse. Andere Klimaanlagen aromatisieren die Raumluft mit Aromastoffen nach Wahl. Inverter-Klimaanlagen passen ihre Leistung an die durch Sensoren ermittelte Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum an und wirken damit der Verschwendung entgegen.

Stromsparen lässt sich auch durch eine Klimaanlage mit der Energieeffizienzklasse A, mit ECO-Modus und mit hohen Werten in den Kennzahlen SEER und SCOP.

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