Hausbau Blog > Garten > Terrassenüberdachung planen – Das ist wichtig

Terrassenüberdachung planen – Das ist wichtig



Mit einem Terrassendach eröffnen sich neue Möglichkeiten, die Wohlfühloase im Garten das ganze Jahr zu nutzen. Denn so ist man vor äußeren Wettereinflüssen bestens geschützt und auch das lästige Reintragen des Mobiliars kann man sich so sparen. Ob man eine Baugenehmigung zum Bau braucht, welches Material und Befestigung sich eignet und vieles mehr, gibt es hier zu lesen.

Baugenehmigung

Bevor es mit dem Bau der neuen Überdachung losgehen kann, stehen hier die Vorgaben der deutschen Bürokratie im Weg. Eine Baugenehmigung muss her, sodass es im Nachhinein nicht zu einer bösen Überraschung kommt. Deshalb am besten das Bauvorhaben vorher abklären und die jeweils planungsrechtlichen Vorschriften im Ort mit einbeziehen.

Material

Egal ob Wellplatten, Holz oder Tondachziegeln – die Auswahl an Dacheindeckungen ist groß und kann je nach Geschmack ausgewählt werden. Viel wichtiger ist hierbei das Material der Konstruktion, denn die muss so einigem standhalten. In der Regel bieten sich Holz, Stahl oder Aluminium an, die Materialien können auch miteinander kombiniert werden.

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und punktet nicht nur mit seiner tollen Optik, sondern auch im Thema Nachhaltigkeit. Dagegen ist Aluminium besonders leicht und gleichzeitig robust, wodurch sich die gesamte Konstruktion wesentlich einfacher aufbauen lässt. Natürlich ist Stahl extrem stabil, doch der Aufbau sollte aufgrund des Gewichts von Profis durchgeführt werden.


terrassenueberdachungQuelle: https://unsplash.com/photos/csK5XPO87lI

Befestigung

Wie die Terrassenüberdachung im Endeffekt befestigt wird, hängt auch von den Gegebenheiten vor Ort ab.

Hauswand

Die wohl gängigste Variante ist die Befestigung an der Hauswand, denn so schließt die Terrasse direkt an den Wohnbereich an. Dafür muss vorher geprüft werden, ob die Hausfassade fest genug ist und die Wärmedämmung den Anbau nicht einschränkt.

Frei stehende Überdachung

Wenn die Befestigung an der Hauswand nicht möglich ist, kann das frei stehende Dach eine gute Alternative sein. Der Vorteil hierbei ist, dass die Platzierung flexibel gewählt werden und die Terrasse so prinzipiell überall auf dem Grundstück stehen kann. Gerade hier ist ein stabiles Fundament nötig, damit die Dachkonstruktion entsprechend verankert ist.

Fundament

Nachdem man das Material und die Befestigung ausgewählt hat, geht es an die Planung des Fundaments. Am besten eignet sich ein Punktfundament, bei dem nur gezielt der Beton in den Boden gegossen wird, um die Pfosten zu verankern. Damit die Frostfestigkeit gewährleistet ist, sollte das Fundament mindestens 80 cm tief in den Boden gebaut werden. Bestehen die Pfosten aus Holz, sind Träger nötig, da das Material nicht in direkten Kontakt mit Beton kommen sollte.

Ausrichtung und Sonnenschutz

Baut man seine Terrassenüberdachung an die Hauswand, ist die Ausrichtung dadurch vorgegeben. Beim Neubau oder bei einer frei stehenden Terrasse hat man die Möglichkeit, die Lage nach den persönlichen Vorlieben zu bestimmen. Möchte man einen kühlen Rückzugsort für den Sommer, sollte man eine Ausrichtung nach Norden wählen. Hingegen können Sonnenliebhaber die Terrasse in Richtung Süden bauen, denn hier ist fast der komplette Tag Sonne. Eine Ostterrasse bietet Sonne in den frühen Morgenstunden bis vormittags und die Abendsonne kann man bei einer Ausrichtung nach Westen am besten genießen.

Zusätzliche Optionen

Damit der Garten zu einer richtigen Wohlfühloase wird, kann man die Terrasse mit praktischen Features versehen – das ist kein Muss, kann aber den Komfort steigern.

Beleuchtung

Gerade wenn man mal gerne eine Gartenparty am Abend feiert, steht man ohne ein eingebautes Licht, schnell im Dunkeln. Die passende Beleuchtung sollte in die Planung miteinbezogen werden, denn so spart man sich lästige Verkabelungen und die permanente Suche nach der freien Steckdose.

Entwässerung

Wenn sich Regen auf dem Terrassendach sammelt, muss es regelmäßig abfließen können. Die einfachste Lösung hierfür ist eine passende Regenrinne, die ans Aussehen des Daches angepasst werden kann. An der Front kann die Rinne leicht montiert werden, sodass über Fallrohre an den Pfosten das Wasser abläuft.

Fazit

Die Gestaltung der neuen Terrassenüberdachung ist vielseitig und nimmt entsprechend Zeit in Anspruch. Damit die Überdachung zum Sommer steht, sollte man früh genug mit der Planung beginnen. Falls man mit dem weitreichenden Angebot überfordert ist, kann man sich natürlich auch von einem Fachmann beraten lassen.

Der Beitrag Terrassenüberdachung planen – Das ist wichtig ist eingetragen in:
Hausbau-Kategorie: Garten

Hinterlasse einen Kommentar (Spam und Spam-URLs werden entfernt!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.