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Schritt für Schritt zum Kräutergarten



Die Gartengestaltung wird bei der Planung eines Hauses mitunter vergessen. Bei den meisten Bauherrn steht die Fertigstellung des Gebäudes im Vordergrund. Ist man dann eingezogen und sitzt gemütlich auf der Veranda, wird auf eine Mondlandschaft geschaut.

Ein Kräutergarten ist eine gute Möglichkeit, die Außenanlagen mit kleinem Geld und in kurzer Zeit aufzuwerten. Viele Kräuter wachsen fast ohne Pflege und duften einladend. Zudem verfeinern sie den eigenen Speisezettel.

Was muss beim Anlegen eines Kräutergartens beachtet werden?

Kräutergarten anlegen und pflegen

Kräutergärten besitzen in den hiesigen Breiten eine lange Tradition, die sich bis heute erhalten hat. So lassen sich Heilkräuter zu bekömmlichen und schmackhaften Tees verarbeiten oder können als sanfte Hausmittel dem Wohlbefinden zuträglich sein. Mediterrane und einheimische Küchenkräuter geben Fleisch-, Fisch- und Nudelgerichten erst die richtige Würze.


Doch sind es nicht nur die unzähligen Anwendungsmöglichkeiten, aufgrund derer Kräuter in jeden Garten gehören. Ein Kräutergarten bereichert auch von der Optik her jede Gartenanlage. Viele Arten erfreuen das Auge mit ihrer schillernden Blütenpracht. Oft ist die Grenzlinie zwischen Nutz- und Ziergarten nicht mehr eindeutig zu erkennen.


Wichtig:
Hobbygärtner müssen beachten, dass nicht alle Heilkräuter und -pflanzen in Deutschland angebaut werden dürfen. Obwohl Cannabissamen bei spezialisierten Anbietern wie Zamnesia.com/de/ erhältlich sind, darf die Heilpflanze ebenso wie der Azteken-Salbei und Schlafmohn in deutschen Gärten nicht angepflanzt werden!

kraeutergartenQuelle: https://unsplash.com/photos/2fW55mLSiSQ 

Der richtige Standort

Ein Kräutergarten beansprucht wenig Raum. So können schon auf zwei Quadratmetern bis zu 20 verschiedene Kräuter gezogen werden. Daher findet sich in jeder Gartenanlage ein adäquates Plätzchen. Wird der Kräutergarten nahe der Küche oder der Tür zur Veranda angelegt, ist der Weg zum Kochtopf nicht weit.

Die Kräuter lassen sich in zwei Klassen einteilen: Klassische, einheimische Arten wie Petersilie, Minze, Schnittlauch, Liebstöckel und Melisse benötigen wenig Sonnenlicht. Sie bevorzugen einen tiefgründigen und feuchten Untergrund.

Mediterrane Sorten wie Thymian, Rosmarin, Lavendel und Salbei lieben windgeschützte, warme und trockene Standorte. Sie gedeihen an Plätzen, die von der Sonne durchflutet werden. Die Böden dürfen eher durchlässig und mager sein. Daher können sie auch auf einer niedrigen Trockenmauer oder im Steingarten angesiedelt werden. Sollte der Boden durchweg schwer und humushaltig sein, verleihen niedrige Hochbeete, die mit sandiger Erde und Kompost gefüllt werden, optimale Wuchsbedingungen.

Die Gestaltung des Kräutergartens

Die Gestaltung eines Kräutergartens ist einfach zu bewerkstelligen. Er passt sich jeder Gartenanlage an. In der Regel reichen drei bis vier Quadratmeter, um eine Familie ganzjährig mit den schmackhaften Gewächsen zu versorgen. Dabei ist es unwesentlich, ob die Beete eine runde oder eckige Form besitzen. Am besten steckt man die Parzellen mit Holzpfählen und Schnüren ab. Danach werden sie mit Kieselsteinen, Schotter oder Sand eingegrenzt.

Der Kräutergarten kann zum Blickfang werden, wenn einige Natursteine in die Beete gelegt werden. Diese speichern die Wärme, was vor allem den mediterranen Kräutern zugutekommt. Wer besonderen Wert auf die Gestaltung legt, ist mit einer Kräuterspirale gut bedient. Diese wird in Form einer Steinmauer angelegt, die einem Schneckenhaus ähnelt. In der Mitte ist sie etwa einen Meter hoch und fällt dann in sanften Windungen ab. Dazu bedarf es etwa einer Fläche von 9 qm.

Das Pflanzen der Kräuter

Anfänger und Menschen, die es besonders eilig haben, greifen zu Stecklingen oder Jungpflanzen im Topf. Fortgeschrittene und erfahrene Gärtner besorgen sich Saatgut und säen es direkt im Beet aus.

Mit der Aussaat kann im April begonnen werden. In Süddeutschland fällt schon im März für kälteunempfindliche Pflanzen wie Kresse und Petersilie der Startschuss. Später dann kommen Ringelblumen, Borretsch und Dill an die Reihe. Spätestens im Mai ist es Zeit für wärmeliebende Kräuter wie Majoran und Basilikum.

Vor dem Pflanzen muss der Boden vorbereitet werden. Dabei wird die oberste Schicht geharkt und bei Bedarf mit etwas Sand angereichert. Danach werden mit einem Holzstab oder dem Finger feine Rillen in den Boden gezogen. In diese werden die Samen unter Berücksichtigung der Packungsanleitung gestreut. Wichtig ist während der Keimphase, dass der Boden immer gut feucht gehalten wird.

Hege und Pflege

Ein Kräutergarten bedarf nur ein Minimum an Pflege. Es ist in der Regel ausreichend, einmal am Tag morgens oder abends den Boden gut zu durchtränken. Die Blätter sollten trocken bleiben, damit sie nicht im Sonnenlicht verbrennen. Das Beet muss erst dann wieder gegossen werden, wenn der Boden abgetrocknet ist. Spezieller Dünger ist in der Regel nicht notwendig.

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