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Vermögensaufbau für den Hausbau



Früher gehörte es zum guten Ton, in den frühen Zwanzigern zu heiraten, Familie zu gründen und ein Eigenheim zu bauen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Es wird immer später geheiratet. Auch bei der Familienplanung lassen sich viele Paare mehr Zeit. Der Bedarf an einem Eigenheim entsteht heutzutage also oft erst später als es noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war.

Genau daraus entstehen jungen Menschen einige Vorteile. Sie können in jungen Jahren mit dem Vermögensaufbau beginnen und dann mit einer hohen Eigenkapitalquote bauen. Je später der Hausbau erfolgt, desto moderner ist die Immobilie im Alter – so kann sie wirklich der Altersvorsorge dienen und wird nicht zum Klotz am Bein. Doch wie baut man Vermögen für die eigenen vier Wände auf?

Niedrigzinsphase macht Sparen unattraktiv

Lässt man sich in Hinblick auf ein langfristig geplantes Bauvorhaben beraten, wird einem meist wie aus der Pistole geschossen der altbekannte Bausparvertrag angeboten. Dieses Sparkonzept hat durchaus seine Daseinsberechtigung. Man bespart über Jahre hinweg per Sparplan das Bausparkonto und erhält bei Fälligkeit und Bedarf einen Baukredit on top. Auf diese Weise ist es schon zahlreichen Menschen gelungen, Eigenkapital für den Hausbau zu generieren.

In der heutigen Zeit sind Bausparverträge aber nicht mehr so attraktiv. Sie dienen nicht mehr dem Vermögensaufbau zur finanziellen Freiheit. Oft werben Berater aber mit folgendem Argument: Mit einem jetzt abgeschlossenen Bausparvertrag kann man sich die derzeit niedrigen Zinsen sichern. Möchte man dann in 15 oder 20 Jahren über den Bausparvertrag einen Kredit aufnehmen, kann man dies zu niedrigen Zinsen tun – auch wenn der Zinssatz in der Zwischenzeit steigt.


Doch niedrigen Kreditzinsen beim Bausparer stehen auch niedrige Zinsen während der Ansparphase gegenüber. Die Bausparzinsen schaffen es aktuell nicht, die Inflation abzudecken. Heute zu einem festen Zinssatz abgeschlossen, verliert also die angesparte Summe von Jahr zu Jahr an Wert, so dass sich Bausparverträge kaum mehr lohnen. Doch welche Alternativen gibt es zum Vermögensaufbau für das Eigenheim?

Vermögensaufbau für den Hausbau

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ETFs – der flexible Anlegerliebling

Aus Unwissenheit oder sogar Verzweiflung schließen immer noch sehr viele Menschen Bausparverträge für sich oder ihre Kinder ab. Doch es gibt bessere Wege, um nachhaltig Vermögen aufzubauen. Dabei wird das ETF-Sparen immer beliebter. Besonders die sogenannten ETFs scheinen es Anlegern angetan zu haben. Das Kürzel ETF bedeutet nichts anderes als börsengehandelter Fonds (exchange-traded Fund). Im Grunde handelt es sich also um eine Investition an der Börse, die sich jedoch klar vom klassischen Aktienhandel unterscheidet.

Wie ETFs funktionieren

Wer in einen ETF investiert, kauft keine Einzelaktien von Unternehmen, sondern investiert stattdessen in einen Index. Solche Indizes umfassen beispielsweise Unternehmen ähnlicher Branchen. Beliebte Indizes sind E-Mobilität, Nachhaltigkeit oder Pharmaindustrie.

Weil ein ETF zahlreiche Unternehmen zusammenfasst, bietet er eine enorme Diversifikation. Und genau durch diese Kapitalstreuung ergibt sich ein Plus an Sicherheit dem klassischen Aktienhandel gegenüber. Auch wenn einzelne Werte im ETF nicht gut performen oder sogar Verluste einspielen, kommt das nur bedingt zum Tragen. Der Aufwärtstrend anderer Werte schafft es in der Regel, Verluste auszugleichen.

Da ETFs die Performance eines Index und damit auch der Wirtschaft widerspiegeln, anstatt sich auf den Erfolg eines einzelnen Unternehmens zu beschränken, ist ihre Entwicklung bei gesundem Wirtschaftswachstum meist solide.

Anleger können entweder eine Einmalzahlung tätigen und den ETF besparen oder einen Sparplan abschließen. Dabei wird jeden Monat ein festgelegter Betrag in den Vertrag einbezahlt, mit dem weitere Fondsanteile gekauft werden. Man unterscheidet zwischen ausschüttenden und thesaurierenden ETFs. Bei ersteren werden erzielte Gewinne regelmäßig ausgezahlt. Bei zweiterem wird der Gewinn automatisch reinvestiert, um das Gesamtvolumen der Geldanlage zu erhöhen.

Welcher ETF für den Hausbau?

Niemand kann vorhersagen, wie sich einzelne ETFs in der Zukunft verhalten werden. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass starke Fonds wie der MSCI World sich durch solides Wachstum auszeichnen und damit jede Bankeinlage abhängen.

Generell sollten Personen, die ein festes Ziel wie den Hausbau mit Eigenkapital verfolgen, derzeit aber lieber auf thesaurierende ETFs setzen. So können auch in der aktuell angespannten Kurslage günstig Anteile nachgekauft werden. Steigert sich die Performance, führt ein höheres Investitionsvolumen zu einem deutlichen Plus an Gewinnen. ETFs sollten mindestens zehn bis 15 Jahre bespart werden.

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