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Diese Versicherungen sollten Hausbesitzer haben



Eigenheime haben einen hohen Wert und es kann viel passieren. Wer eine Versicherung abschließt, ist auf der sicheren Seite. Während Mieter in der Regel mit einer einfachen Haftpflichtversicherung auskommen, benötigen Hausbesitzer mehrere Versicherungen, da sie unterschiedliche Bereiche bei Schadensfällen abdecken.

Welche Versicherungen rund um das Haus sind nötig und was sollten Hausbesitzer noch beachten, um die richtige Versicherung für ihre Immobilie zu finden?

Diese Basis sollte jeder Hausbesitzer haben

Eine passende Versicherung finden Kunden mithilfe von Versicherungsmaklern und branchenspezifischen Vergleichstools. Die Basisversicherung für das Haus setzt sich zunächst aus der Hausratversicherung, Gebäudeversicherung und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung zusammen.

Zur Hausratversicherung gehören der Schutz vor Schadensfällen in Verbindung mit Feuer, Leitungswasser, Überspannung, Sturm (ab Windstärke 8), Hagel, Einbruch, Blitzschlag, Implosion und Explosion.


Die Gebäudeversicherung bietet einen erweiterten Schutz und sichert den Versicherten auch vor Schäden rund um die Photovoltaikanlage, Glasbruch, Starkregen, Überschwemmung und Rückstau ab. Der Schutz der Photovoltaikanlage kann allerdings auch durch die Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abgedeckt werden, die bei Verletzung von Verkehrssicherungspflichten in Kraft tritt. Mit der Grundbesitzerhaftpflichtversicherung ist es möglich, Grundstücksschäden bis zum Wert von 150.000 Euro abzusichern und sich vor Schäden durch allmähliche Einwirkung von Temperatur, Gasen, Dämpfen und Nässe zu schützen.

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Versicherungen für Schäden während der Bauphase

Eine Absicherung ist bereits während der Bauphase mit einer Bauherrenhaftpflichtversicherung möglich. Diese Versicherung schützt vor Personen- und Sachschäden, die auf dem Bau, etwa durch Unfälle, passieren können. Eine Alternative zur Bauherrenhaftpflichtversicherung kann die Bauleistungsversicherung sein, die ebenfalls vor Schäden während der Bauphase schützt und hierbei vor allem den Kanon der unvorhergesehenen Ereignisse für den Versicherungsschutz berücksichtigt.

Der Haus- und Wohnungsschutzbrief ist ein Pannenhelfer

Eine Art Pannenhelfer ist der Haus- und Wohnungsschutzbrief, der für allerlei Unfälle im Haus einspringt und u. a. bei Inanspruchnahme eines Schlüsseldienstes, verstopften Rohren und Schäden an der Heizung und Elektroinstallation einspringt. Auch zahlt er für die notwendige Schädlingsbekämpfung, wenn das Haus von Mäusen, Motten und Silberfischen befreit werden muss oder es darum geht, Wespen- und Bienennester am Grundstück zu beseitigen.

Der Haus- und Wohnungsschutzbrief ist ein Zusatzbaustein zur Hausrats- und Wohngebäudeversicherung. Aufgepasst werden sollte beim Abschluss, ob der zusätzliche Versicherungsschutz nur bei einem Schaden bis 500 Euro greift.

Welche Versicherungen sind außerdem möglich?

Möchten sich Immobilienbesitzer explizit vor Schäden absichern, die im Zusammenhang mit Unfällen – selbst bei grober Fahrlässigkeit – greifen, empfiehlt sich der Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung. Beispiele für den Nutzen dieser Versicherung sind Personenschäden (auch von Fremden) durch Glatteis vor dem Haus, rutschigem Boden im Haus und andere Unfälle, z. B. durch verbrühte Haut beim Kochen oder Verletzungen durch eine herunterfallende Deckenlampe.

Wer seine Immobilie nur vermieten möchte, für den ist die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung der Versicherungsschutz der Wahl. Richten die Mieter im Haus Schaden an, zahlt die Versicherung.

Unter- und Überversicherung

Von einer Unterversicherung spricht man, wenn man gegen zu wenige Schadensfälle abgesichert ist, sodass es im Extremfall dazu kommen kann, dass der Versicherte im Schadensfall für die gesamte Schadenssumme aufkommen muss. Zudem kann eine Unterversicherung auftreten, wenn die Versicherungssumme für das Haus zu niedrig taxiert wurde. Wer sich generell vor einer Unterversicherung absichern möchte, kann sogar einen Unterversicherungsverzicht mit seiner Versicherung vereinbaren, damit es gegen den Aufschlag gar nicht zu solchen unliebsamen Situationen kommen kann.

Eine Überversicherung liegt wiederum vor, wenn zu viel für eine Versicherung gezahlt wird. Ein typischer Fall wäre, dass ein und derselbe Bereich durch zwei Versicherungen abgedeckt wird. Nicht immer hält doppelt gemoppelt besser. Manchmal ist es schlichtweg überflüssig.

Berücksichtigung der eigenen Persönlichkeit

Wie viel an Versicherungsschutz man schließlich beansprucht, hängt nicht zuletzt von der eigenen Persönlichkeit ab. Getreu dem Thomas-Theorem: if men define a situation as real, it‘s real in its consequences, fühlen risikoscheue Naturen sich bei einem subjektiv empfundenen Mangel an Versicherungen nicht wohl in ihrer Haut, sodass die damit verbundenen Sorgen auf die Lebenszufriedenheit drücken und im Extremfall Stress verursachen. Deswegen kann für den einen derselbe Versicherungsschutz im Endeffekt ausreichend sein, während er beim anderen ein Gefühl von Mangel entstehen lässt, der dem gesamten Wirtschaftskreislauf seinen Sinn gibt.

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