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Gartenzaun – was ist bei der Einfriedung zu beachten?



Die meisten Eigenheimbesitzer möchten ihr Grundstück einzäunen und so eine Abgrenzung, aber auch einen Schutz gegen Einbrecher errichten. Durch die riesige Auswahl an Zäunen ist es nicht immer einfach, auf Anhieb eine Entscheidung zu treffen – zumal es einige nachbar- und baurechtliche Aspekte zu beachten gibt. Wie hoch darf der Zaun sein und was ist besser, Holz oder Metall?

Was die Zaunauswahl mit der Ortsüblichkeit zu tun hat

Es gibt sehr unterschiedliche gesetzliche und kommunale Vorschriften zur Errichtung des Gartenzaunes. In den meisten Bundesländern fällt dieser Bauabschnitt ins Nachbarrecht und muss „ortsüblich“ erfolgen. Für die ortsübliche Einfriedung kann man hoch qualitative Zäune aus Polen bestellen, sollte bei der Auswahl aber einen Blick auf die Gartenzäune in der Nachbarschaft werfen. Ob man sich für Stabmatten, einen Holzzaun oder einen schmiedeeisernen Zaun entscheidet, ist im Regelfall Ansichtssache. Doch es gibt auch Ausnahmen, die man beachten sollte.

Auf dem Land geht man mit diesem Thema verhältnismäßig ungezwungen um. Anders verhält es sich in Wohnsiedlungen und im innerstädtischen Bereich.

Dort steht die Ortsüblichkeit im Fokus und es ist durchaus möglich, dass man seinen favorisierten Zaun oder die gewünschte Einfriedungshöhe nicht errichten kann.
Ist der ganze Straßenzug beispielsweise mit Mauern eingefriedet, kann der Bau eines Staketenzauns als orts-unüblich betrachtet und untersagt werden.


GartenzaunQuelle: https://unsplash.com/photos/i9cldzefwJY

Holzzaun oder Metallzaun? Nicht nur eine Kostenfrage

Ist die Einfriedung im Nachbarrecht geregelt, ist der Nachbar für die von der Hausvorderseite aus gesehene linke Zaunseite zuständig. Das heißt, dass der Eigentümer die rechte Seite sowie die Vorder- und Hinterseite des Grundstücks einzäunen muss.
Damit der Gartenzaun nicht zum Zankapfel wird, ist eine Einigung mit dem direkten Anrainer in diesem Fall ratsam. Warum? Weil es sonst dazu kommen kann, dass das eigene Grundstück linksseitig mit Holz und rechtsseitig mit Doppelstabmatten eingefriedet ist.

Variiert die Einzäunung dann noch in der Höhe und in der Farbe, könnte das zur Unzufriedenheit mit der Grundstücksästhetik führen.

Welchen Gartenzaun man letztendlich setzt, hängt von der Zweckmäßigkeit und der Notwendigkeit ab. Es gibt dekorative Holz- und Schmiedeeisenzäune, Stabmattenzäune mit und ohne Sichtschutz und Maschendrahtzäune.

Ein weiteres Kriterium ist der Pflegeaufwand. Während ein Holzzaun in regelmäßigen Abständen einen Wetterschutzanstrich benötigt, ist dieser Aufwand bei Metallzäunen nicht nötig.
Beide Varianten haben ihre Vorteile und erfüllen den gewünschten Zweck, wenn sie von hochwertiger Qualität und ausreichend hoch sind.

Tipps zur Auswahl der optimalen Zaunhöhe

Ein Gartenzaun soll nicht abriegeln, aber schützen. Hundehalter sollten diesen Punkt aus zwei Perspektiven betrachten und den Zaun so planen, dass der vierbeinige Mitbewohner nicht ausbrechen kann. Jährlich beschäftigen sich deutsche Gerichte mit zahlreichen Nachbarschaftsstreitigkeiten. Im Nachbargarten „wildernde“ Katzen oder die Angst vor dem Nachbarshund sind zwei repräsentative Beispiele dafür, warum sich Nachbarn vor Gericht gegenüberstehen.

Wie hoch sollte der Zaun sein, wenn man Schäferhunde oder andere große Hunderassen hält? Fakt ist, dass der Gartenzaun so stabil und hoch sein muss, dass er von den Hunden nicht überwunden werden kann. In den meisten Bundesländern sind 180 cm hohe Zäune erlaubt.
Eigentümer ohne Haustiere sollten die Höhe der Einzäunung mindestens so wählen, dass der Gartenzaun nicht ohne Mühe „überstiegen“ werden kann.

Hier empfiehlt sich ein Zaun zwischen 100 und 150 cm.

Fazit: Ein Gartenzaun erhöht das Sicherheitsgefühl und schützt die Privatsphäre

Die meisten Grundstücke in Deutschland werden eingefriedet. Der Gartenzaun verbindet das Sicherheitsbedürfnis mit dem dekorativen Effekt und dem Gefühl der Privatsphäre.
Um sich vor neugierigen Blicken oder vor einer Fremdbegehung des Grundstücks zu schützen, muss die Einfriedung nicht zwangsläufig blickdicht sein.

Auf der Suche nach dem richtigen Gartenzaun ist es empfehlenswert, die ortsübliche Einzäunung einfließen zu lassen. Vor allem in Bezug auf die Höhe kann man so Problemen vorbeugen, die einen Rückbau und damit verbundene Doppelkosten erforderlich machen. Ausnahmen sind Hundehalter, die ihr Grundstück ausbruchssicher einfrieden müssen und daher auch eine Genehmigung für einen höheren Gartenzaun erhalten können.

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