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Kamin beim Hausbau – Vorteile, Nachteile & Kosten

Mittlerweile gibt es Nachfragen zum Thema „Kamin und Hausbau“ – hier daher unsere Kosten, sowie Vorteile und Nachteile aus unserer Sicht.

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Flammen und Feuer im Kaminofen

Flammen und Feuer im Kaminofen

Vorteil Kamin

Der Vorteil eines Kamins ist sicherlich unbestritten: Gemütlichkeit, Romantik und Behaglichkeit stehen dabei an erster Stelle. Aber auch die Nutzung als Heizungsersatz, oder zumindest Zusatz sollte beachtet werden. Mit einem normalen Kaminofen heizt man mal mindestens das gesamte Wohnzimmer, je nach Grundriss auch weitere Teile des Haus. Und wer auf einen wasserführenden Kamin setzt kann dies zum Beispiel als Unterstützung der Fußbodenheizung in bare Energie-Ersparnis umwandeln. Aber auch ohne solch funktionalen Ausbauten ist es einfach herrlich, und fast schon ein gefühlter kleiner Luxus in der kalten Jahreszeit sich vor dem Kamin zu wärmen.

Nachteile beim Kaminofen

Der Nachteil eines Kaminofens ist natürlich zunächst einmal die Zusatz-Kosten sowie die erforderliche Planung. Bei der Planung muss man diverse Aspekte beachten, so ist es nicht ohne weiteres möglich, den Ofen an jeder Stelle im Wohnraum zu platzieren. Man muss bedenken, dass man einen Schornstein benötigt, der aus dem Erdgeschoss geradewegs bis zum Dach reicht. Konkret heißt das, dass im EG der Platz sorgsam ausgewählt werden muss, da der Schornstein dann auch an dieser Stelle im OG sichtbar wird und lang laufen muss. Aus unserer Erfahrung aus den ganzen Foren ist das ein beliebter Denkfehler.

Auch kann man nicht einfach den Kamin dort positionieren wo man möchte, da auch an den Längsseiten beim Satteldach der Schornstein in die Höhe gebaut werden muss, um zu verhindern, dass schädlicher Qualm ins Haus-Innere gelangt.

Für einige zählt übrigens das Feuerholz machen auch zu den Nachteilen ;-)

Holz mit der Motorsäge sägen

Holz mit der Motorsäge sägen

Kosten für den Kamin?

Hat man die Planung einmal im Griff, stehen nur noch die Kosten im Weg. Für einen normalen einzügigen Schornstein entstehen hier Kosten von ca. 2.500 Euro – 3.000 Euro. Zumeist benötigt man dann noch auf dem Dach einen Ausstieg und Tritt für den Schornsteinfeger sowie eine Verkleidung des Schornsteins, zum Beispiel aus Schiefer – alles in allem für etwa 500-900 Euro zu haben. Je nach Material, Größe und Umfang der Leistungen.

Für den eigentlichen Kamin kann man die Kosten nicht pauschal sagen. Je nachdem ob Sie sich zum Beispiel für einen Kachelofen oder gemauerten Kamin entscheiden, liegen die Kosten locker bei 4.000 bis 6.000 Euro. Nach oben geht wie immer mehr.

Günstiger sind da schon die sogenannten Kaminöfen. Man sollte sich da aber nicht von den günstigen Schwedenöfen aus dem Baumarkt blenden lassen. Einen guten Überblick bekommt man mal vorab unter www.kaminofen-partner.de – ansonsten mal unbedingt ins nächste Kaminstudio und ausführlich beraten lassen. Je nach Ausstattung, Leistung und Aussehen des Kaminofens sollte man aber schon mit 2.000 bis 3.000 Euro rechnen.

In Summe belaufen sich die Kosten für den Kamin also mal locker auf 5.000 – 6.500 Euro. Je nach dem auch noch höher.

Kamin nachträglich einbauen als Alternative?

Schaut man auf die Kosten durch den Kamineinbau, muss man schon sagen, dass das während des Hausbaus schon eine Menge Geld ist. Zumal wenn man es finanzieren lässt. Einige findige Bauherren greifen daher auf den nachträglichen Einbau zurück. Während die schlauen unter diesen Bauherren sich wenigstens gleich den Schornstein setzen lassen, verzichten die „sparsamen“ auch komplett darauf…

Der innenliegende Schornstein für den Kamin

Der innenliegende Schornstein für den Kamin

Anschluss-Rohr für den Kaminofen

Anschluss-Rohr für den Kaminofen

Natürlich ist es möglich auch später noch einen Kaminofen nachträglich einzubauen, allerdings muss man dann dabei Abstriche in Kauf nehmen. Zumindest dann, wenn man beim Hausbau nicht an den Schornstein gedacht hat. Man sieht das des Öfteren in Wohnsiedlungen, wenn an einem Haus plötzlich ein dickes glänzendes Ofenrohr in die Luft ragt. An der Giebelseite mag das ja noch halbwegs ok sein, aber an der Längsseite steht dann so ein Schornstein wegen der Mindesthöhe mal so locker 3-4 Meter über der Dachkante. Die Höhe wird dabei z.B. durch etwaige Dachfenster bestimmt, da der abziehende Rauchschlot hier mindestens drüber liegen muss. Meiner Meinung nach verschandelt das dann die gesamte schöne Hausansicht, und auch die Fassade wird dadurch zumeist in Mitleidenschaft gezogen (tiefe Löcher durchs Bohren).

Für uns stand damals die Entscheidung übrigens schnell fest: Wir wollten unbedingt eine Kaminofen. Wir hatten dabei übrigens lange nach einem Eckkamin geschaut und auch das ein oder andere Modell ins Auge gefasst, sind dann aber schlussendlich beim Koko Xtra von Austroflamm aus dem Kaminstudio Saekert gelandet. Wie wir finden eine gute Wahl. Hier gibt’s ein paar Bilder als wir den Kamin richtig angeheizt hatten.

Wir wollen es nicht missen!!

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Feuer im Kamin - dank richtigem anheizen

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8 Kommentare

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  3. Patrick

    Hey,

    ich kann nur jedem der neu baut empfehlen, einen Kamin mit einzuplanen. Wir selber haben das auch gemacht und meine Eltern leider nicht. Das war ein ziemlich großer Aufwand in ihrem Haus einen Kamin einzubauen! Damals dachten sie halt noch, dass es nicht nötig ist. Jetzt lieben sie ihren Ofen über alles!

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  5. Kevin

    Hallo,
    danke für den tollen Blog und die klasse Bilder. Mich würde interessieren ob Ihr den Rauchrohranschluss direkt beim Rohbau eingeplant und platziert habt oder das “Loch” erst nachträglich gebohrt habt. Da der Anschluss ja direkt hinter dem Ofen platziert ist, hätte man den Abstand zum Boden recht früh wissen müssen. Falls nachträglich, war dies ein großer Aufwand, da man sicher bei dem inneren Tonrohr sehr genau arbeiten muss? Danke

  6. Benni M

    Moin,

    Ja einen Kamin nachträglich einbauen stelle ich mir selber auch als Mammutsaufgabe vor. Ich würde mir bevor ich sowas in Angriff nehme wahrscheinlich eher einen elektro Kamin kaufen, obwohl der an die Atmosphäre eines richtigen Kamins natürlich nicht herankommen würde.

    Gruß
    Benni

  7. Lukas

    Schöner Artikel! Aber meiner Meinung nach lohnt es sich nicht mehr einen Kamin schon beim Bau des Hauses zu installieren. Das nachträgliche Montieren bringt genau so viele -wenn nicht sogar mehr- Vorteile. Hinsichtlich der Kosten, ist man mit einem nachträglich eingebautem Kaminofen viel besser dran. Bei meinem Haus hätten sich die Kosten beim Rohbau auf 7000 Euro belaufen, das war mir eindeutig zu viel. Nun habe ich einen Kaminofen nachträglich montieren lassen und bin mit 4000 Euro insgesamt gut bei weggekommen (natürlich kein Baumarkt-Kaminofen). Einen Unterschied von der Wärmeverteilung und Heizleistung -im Gegensatz zu einem klassischen Kamin- habe ich nicht bemerken können.

    Natürlich sollte das jeder für sich selber entscheiden und ist auch in vielen Hinsichten Geschmacksache.

    MfG Lukas

  8. Laura

    Hallo,

    Ein Investition in einen Kaminofen ist immer mit Kosten und Zeit verbunden. Wir haben uns auch für diesen Schritt entschieden und haben nichts bereut. ich würde es jederzeit wieder tun.

    Ich wünsche euch viel Erfolg bei eurem Projekt.

    Viele Grüße.

    Laura

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