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Biogas beim Hausbau – Nachteile & Vorteile

Biogas ist´s, wenn aus Pferdeäpfeln Wärme wird. Einige Überlegungen sowie Vorteile und Nachteil der nachhaltigen Versorgung mit Biogas.

Beim Hausbau ist die Frage nach der Heizmethode eine der wichtigsten. Pellet, Öl, Gas oder Wärmepumpe sind die klassischen vier Heizungsarten und nicht selten kommt es vor, dass Freunde der Nachhaltigkeit nur die Wärmerzeugung via Wärmepumpe als ökologisch sinnvoll erachten. Und selbst dort freilich verpönt auf die Luft-Wärmepumpen blicken.

Heizungen die fossile oder endliche Brennstoffe nutzen sind scheinbar bei einigen Verfechtern ganz tabu. Dem können aber immer mehr Bauherren mit einer Gasheizung trotzen, und zwar heißt hier das Zauberwort Biogas.

Das ist kein normales gefördertes Erdgas aus den tiefen des Bodens, sondern entstammt aus “natürlicher Produktion”.

Was ist Biogas?

Laut Wiki entsteht Biogas durch eine Vergärung von Biomasse jeglicher Art. Dies sind sowohl organische Abfälle als auch Nachwachsende Rohstoffe als auch Kuhdung oder Pferdeäpfel (damit ist kein Obst gemeint). Der Vorsatz “bio” verleiht dem Gas eine ökologische Note, allerdings ist das nicht gesetzlich definiert und die Biogas bildende Biomasse muss nicht zwangsläufig aus ökologischer Landwirtschaft kommen.

Und genau das scheint den Biogas-Kritikern auch der größte Dorn im Auge zu sein. Denn die Resteverwertung von organischen Abfällen, die nirgends anders mehr gebraucht werden, bildet nur einen Teil der gesamten Biogas-Erzeugung. Es werden heutzutage immer mehr komplette Felder zur Produktion von “Energiepflanzen” für Biogas genutzt. Allerdings fallen dadurch nicht nur Flächen für den Nahrungsanbau weg, sondern es werden auch teils für die Umwelt (Boden, Grundwasser, Vielfalt) schädliche Monokulturen gefördert.

Im Gegensatz dazu sollte man aber auch mal bei normalen Gas auf die Auswirkungen der Umwelt achten, denn der heutige Aufwand der zur Förderung und Transport von normalen Gas erforderlich ist hat es in sich. Da hat Biogas eher den Vorteil, dass es in der Region erzeugt werden kann und daher Transportwege eingespart werden können. Auch bietet sich Biogas prima zur Speicherung an.

Wer aktuell im Großraum Bremen / Hamburg mal mit dem unterwegs ist wird sich wundern, wie viele Anlagen zur Biogas-Erzeugung dort mittlerweile gebaut wurden und auch die Felder bestehen zu großen Teilen aus zb Mais der für die Produktion von Biogas vorgesehen ist.

Biogas beim Hausbau?

Gasverbrauch

Gasverbrauch

Was hat nun der Bauherr davon? Er kann ähnlich wie bei Ökostrom (der durch Wind, Wasser und Sonne gewonnen wird) auch Biogas statt normalen Erdgas beziehen. Wir hatten hier mal einige Gas-Preisvergleiche angestellt u.a. bei toptarif, verivox und check 24 angestellt – unterm Strich wäre Biogas für uns nicht wesentlich teurer. Schön zu sehen war aber, dass wir bei dem Einsatz von Biogas ca. 2.535 kg CO2 pro Jahr sparen würden – was einer Autofahrt von 10.280 km entspricht. Ich finde gerade an solchen Zahlen wird einem überhaupt erstmal deutlich, wie viel Abgase man so in die Umwelt und Atmosphäre pumpt. Egal ob nun Erdgas oder Biogas, so oder so sollte man versuchen seinen Gasverbrauch zu senken



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1 Kommentar

  1. Annet

    Also wir heizen lieber mit Pellets und haben uns voriges Jahr einen Pelletofen als Komplett Anlage einbauen lassen.

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