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Hausbau-Index: Auswertung Bauherren-Statistik – Teil 2

Teil 2 der Hausbau-Statistik: Bauherren über Baukosten, Eigenleistungen, Haustechnik, Dauer des Baus und Erfahrungen mit Baufirmen.

Diese Umfrage über Trends im Hausbau wurde Ende 2013 erfasst. Hier gibt es den ersten Teil: Trends und Statistik im Hausbau

Wir hatten bei uns im Hausbau-Blog eine große Umfrage gestartet und wollten Bauherren-Erfahrungen sammeln:

Wer hat wie was wo für ein Haus gebaut? Wie lief das mit den Kosten, Baufirmen, Grundstück und überhaupt?

Die urspüngliche Abstimmung befindet sich hier: Bauherren Erfahrungen beim Hausbau

Im ersten Teil der Auswertung hatten wir den Neubau bereits nach Bauart, Bauweise, Wohnflächen und Grundstücks-Größen vergleichen. Hier geht es zum Artikel mit der Auswertung der ersten 6 Fragen: Trends & Statistik im Hausbau: So bauen deutsche Bauherren ihr Haus

Hausbau-Index / Bauherren-Statistik

An dieser Stellen wollen wir uns nun den weiteren Ergebnissen der Umfrage widmen.

Frage 7: Wo wohnen Sie? Wie hoch ist die Einwohnerzahl des Ortes?

Mehr als 1/3 (36%) aller Bauhherren bauen ihr neues Haus in einer Kleinstadt mit 2-20.000 Einwohnern; 22% gar in noch kleineren Gemeinden; 1% auf dem einsamen Land.

In Städten mit 20.-100.000 Einwohnern bauen 24% und in Großstädten immerhin noch 17%,

Auch hier ist der Hausbau-Trend demnach klar erkennbar: Die Leute ziehen raus aus den großen Städten und suchen eher die kleine Nachbarschaft.

Natürlich gibt es neben der Landlust hierfür natürlich Gründe.
In den großen Städten gibt es kaum noch freie Grundstücke. Und falls doch, dann sind sie kaum bezahlbar. Oder aber in neu entstandenen Baugebieten sehr klein (siehe dazu die Ergebnisse der Frage 6: Wie groß ist das Grundstück?)

Viele größere Städte ufern zumden mittlerweile aus und vor den Toren der großen Stadt in den Randgemeinden und Speckgürteln blüht das Leben daher auf.

Frage 8: Wie hoch ist die Eigenleistung?

Übernommene Eigenleistungen beim Bausbau

Übernommene Eigenleistungen beim Bausbau

Jeder vierte Bauherr (26%) übernimmt demnach keine Eigenleistung. Sehr geringe Arbeiten werden von 11% und einige Malerarbeiten von 15% übernommen. Wenn man diese drei Antworten also als quasi “Hausbau ohne Eigenleistung” wertet, dann betrifft das mehr als die Hälfte aller neu gebauten Häuser.

Im Gegensatz übernimmt fast jeder Vierte (24%) die kompletten Malerarbeiten und Bodenbeläge in Eigenleistung.

17% übernehmen sogar einige sehr aufwändige Arbeiten in Eigenregie. Während 3 mehr als die Hälfte beim Hausbau selber erledigen und weitere 3% gleich ihr Haus ganz selber bauen.

Frage 9: Welche Heizungsart nutzen Sie?

Klare Sache: Die Mehrheit der neuen Häuser (52%) wird mit einer Wärmepumpe betrieben. Wir haben die Art der WP hier nicht mit abgefragt, aber ich vermute da sind auch viele günstige Luft-Luft-Pumpen dabei. Man muss nur mal durch ein neu bebautes Wohngebiet gehen, da sieht man fast an jedem zweiten Haus einen dieser riesigen weißen Wärmepumpen-Kästen stehen.

Auf Platz 3 folgt mit 43% die Gasheizung. Holz nutzen immerhin auch 2 Personen.

Frage 10: Haben Sie sich verkalkuliert? Ist das Haus teurer geworden?

Das Ergebnis überrascht ebenso wenig wie es eindeutig ist: der Hausbau wird immer teurer als geplant!

Hausbau-Planung & die Kosten - Finanzierung und Nachfinanzierung

Hausbau-Planung & die Kosten – Finanzierung und Nachfinanzierung

Allerdings zeigt sich hier auch die solide Bau- und Finanzplanung der deutschen Bauherren. Denn bei 43% der Bauherren blieb es mehr oder weniger im Rahmen. Zwar wurde es bei 40% teurer als geplant, allerdings hatte diese sich vorsorglich genügen Reserven und Puffer eingebaut um so eine Nachfinanzierung zu vermeiden. Clever!

14% mussten zwar eine Nachfinanzierung aufnehmen, aber nur einer favon eine große Summe während die anderen nur “etwas” (unter 20% der Kosten) aufgenommen haben. Also auch das hält sich wohl stark in Grenzen.

Wie bei 3% der Hausbau billiger geworden ist darf mir aber gerne einer erklären….;-) Warscheinlich wurde komplett übervorsichtig und mit überzogener Sicherheit geplant, anders kann ich mir das ja fast schon nicht vorstellen.

An dieser Stelle daher hier der Hinweis auf unsere Übersicht der Hausbau-Kosten und Baunebenkosten sowie Hausbau-Planung

Spannend wird nun aber die nächste Frage!

Frage 11: Was waren die Gründe für die höheren Kosten?

Beruhigend ist der Fakt, dass Falsche Kalkulation / falsche Annahmen / Berechnungen “nur” bei 28% der Bauherren zu höheren Baukosten geführt hat. Auch hier zeigt sich wohl die gute Planung im Vorfeld. Wobei eine solide Planung auch gegen die 35% der unvorhergesehenden Sondereffekte nichts nützt…

Der Top-Kostentreiber beim Hausbau sind demnach aber die Erhöhung / Verbesserung der Haustechnik, Installationen und Ausstattung wie (Rolladen, Treppe, Technik (zb Elektroinstallation) – davon können wir hier ein Lied singen.

Zwar an letzter Stelle, aber auch bei vielen für hohe Kosten ausschlaggebend: Die Kosten für Bemusterung, also für Fliesen, Sanitär und Kosten im Bad, Türen, etc. – kennen wa och…

Frage 12: Wie hoch waren die Kosten für Grundstück und Haus?

Mit einem Wort: Hoch!

Durchschnitt der Kosten beim Hausbau und Grundstück

Durchschnitt der Kosten beim Hausbau und Grundstück

60% aller Bauherren benötigen teils viel mehr als 300.000 Euro! Ein Drittel liegt im Bereich von 200-300.000 Euro. Und während nur 7% unter 200.000 Euro bleiben benötigen 6% gar mehr als eine halbe Million!

Dies sollte allen potentiellen Bauherren die noch auf einen günstigen Hausbau hoffen zu denken geben. Planen Sie nicht zu knapp, billig wird es nicht. Die durchschnittlichen Hausbau-Kosten liegen bei über 360.000 Euro.

Frage 13: Dauer des Baus – vom ersten Spatenstich bis zur Abnahme

frage13

Mit 44% baut fast die Hälfte in maximal 7 Monaten. 27% benötigen 8,9,10 und weitere 14% 11,12,13 Monate.

Ganze 9% sind Schnell-Bauer und brauchen nur unter 4 Monaten (ich denke mal das sind wohl die mit einem Fertighaus) und 6% brauchen deutlich über ein Jahr (ich denke mal das sind die mit dem großen Anteil an Eigenleistungen)

Satte 4 von 5 Bauherren würden erneut mit ihrem Bauunternehmen bauen. Sind also zufrieden. Sehr zufrieden? Nicht ganz, denn 36% davon sagen, dass sie unbedingt gerne wieder mit der Firma bauen würden, ABER die restlichen 44% sagen zwar “ja, eigentlich schon” – aber Begeisterung versprühen sie eben nicht gerade.

Schlechte Erfahrungen haben 20% aller Bauherren gemacht. Denn 13% würden mit ihrer Baufirma nicht so gerne wieder bauen und 7% lehnen das sogar kategorisch ab und würden niemals mit dem Anbieter bauen.

Frage 15: Würden Sie rückblickend erneut bauen?

Ein tolles Ergebnis: 95% aller hier teilgenommenen Bauherren würden erneut bauen. Aber die Hälfte würde einiges anders und besser machen (wir auch ;-) ). Daher ist es für alle angehenden Bauherren umso wichtiger bei der Planung sehr akribisch alles zu prüfen.

Soviel zu den Trends & Statistiken. In der nächster Zeit werden wir uns mit dem ein oder anderen Fakt noch näher beschäftigen. Ein Besuch auf unserem Hausbau Blog lohnt daher auch in Zukunft.

Und, finden Sie sich in der Statistik wieder? Hinterlassen Sie uns ganz unten auf dieser Seite gerne einen Kommentar.



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1 Kommentar

  1. Rhein Main erleben

    Liebes Team vom haus-bau-blog.de
    Darf man eure Statistiken mit Quellenangabe und Link auch auf anderen Webseiten verwenden?

    Viele Grüße

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