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Hausbau in Deutschland: So wird das durchschnittliche Einfamilienhaus gebaut

Wie baut die Mehrheit der Bauherren ihr neues Einfamilienhaus? Hier die typischen Eckdaten, Fakten und Kosten für den Hausbau in Deutschland. Wird so das durchschnittliche Einfamilienhaus gebaut?

Hausbau in Deutschland - Der durchschnittliche Neubau eines Einfamilienhaus

Hausbau in Deutschland – Der durchschnittliche Neubau eines Einfamilienhaus

Wir hatten vor einiger Zeit hier unsere große Bauherren-Umfrage gestartet und mittlerweile alle Fragen grob ausgewertet.

Nun wollen wir noch mal einen Blick auf die Ergebnisse werfen und den typischen / durchschnittlichen Hausbau in Deutschland aufzeigen. Wie bauen Bauherren ihren Neubau? Was kostet der Bau und wie sieht er aus? Wie wird das durchschnittliche Einfamilienhaus gebaut?

Hausbau in Deutschland

Das durchschnittliche neugebaute Haus war / wird:

  • ein Massivhaus: 80% oder 4 von 5 Bauherren wählen diese Bauweise
  • Mehr als jeder zweite (52%) baut sein Haus dabei mit 1 1/2 Geschossen (also Satteldach oder Walmdach) und nur jeder fünfte baut eine Stadtvilla über 2 Geschosse.
  • Beim Keller (Wohnkeller) und ausgebautem Dachgeschoss ist das Land gespalten. Während die eine hälfte der Bauherren weder Keller noch bewohnbares Dachgeschoss baut, baut die andere Hälfte mindestens eins davon aus. 19% setzen entweder auf das Dachgeschoss oder 17% auf den Keller als Wohnraum. 14% sogar auf beides.
  • Das durchschnittliche Haus hätte eine Wohnfläche von ca. 150 Quadratmetern
  • Das typische Grundstück hätte eine Fläche von gut 700 Quadratmetern
  • Als Wohnort sind eher Kleinstädte bist max. 20.000 Einwohner angesagt (36%). Der Neubau auf dem Dorf (max. 2.000 Einwohner; 22%) liegt jedoch hinter der Stadt (zwischen 20. und 100.000 Einwohnern; 24%) aber noch knapp vor der Großstadt (17%). So ganz auf dem einsamen Land mit maximal hundert Einwohnern will dann aber doch keiner so recht (1%)
  • Die Hälfte aller Bauherren schaffen die Finanzierung des Hausbaus quasi ohne Eigenleistung (maximal einige weniger Boden- oder Malerarbeiten) und bauen schlüsselfertig. Allerdings übernimmt jede vierte Familie die Boden- und Malerarbeiten auch komplett. Jeder fünfte Bauherr macht jedoch einen großen Anteil oder gleich alle Bauleistungen in Eigenregie.
  • Bei der Heizung ist der Wärmepumpe die Haustechnik Nummer 1. Mehr als jeder zweite (52%) setzt diese ein. In 43% aller Neubauten kommt jedoch Erdgas zum Einsatz. Holz (2%) oder Pellets spielen kaum eine Rolle. Demnach ist die beliebteste Wärmezufuhr auch klar: Wenn Neubau, dann Fußbodenheizung!
  • Die durchschnittlichen Kosten für den Hausbau (Haus + Grundstück) liegen bei über 360.000 Euro. Wobei die Spannen hier doch recht beachtlich sind.
  • Der Hausbau wird bei 97% aller Neubauten teurer als geplant. Allerdings bleibt er bei immerhin 43% noch mehr oder weniger im Rahmen und 40% haben sich clevererweise genug Puffer und Reserven eingebaut um die Mehrkosten abzufedern. Nur 14% aller Bauherren sind dabei auf eine Nachfinanzierung angewiesen, wovon bei fast allen (13%) diese zusätzliche Baufinanzierung keine 20% der urspünglichen Kosten übersteigt.
  • Warum die Häuser teurer werden? Bei fast jedem Dritten u.a. durch eine falsche Kalkulation, und auch die unvorhergesehenen Effekte treffen diverse Bauherren (35%) hart.

    Der Hauptgrund für den teureren Hausbau sind aber mit 57% die Mehrkosten für Technik, Installationen und Ausstattung (zb: Jalousien, Treppe etc) sowie mit 28% die klassische Bemusterung für Fliesen, Sanitär, Türen etc.

  • Die meisten Häuser werden mit 5-7 Monaten (44%) Bauzeit recht schnell fertig und auch in 9-10 Monaten schaffen es noch 27%.
  • Daher verwundert es auch nicht, dass 80% wieder mit ihrer Baufirma bauen wollen. 36% davon sind sogar sehr zufrieden und würden gerne wieder mit der Firma bauen. Immerhin 13% würden ungern und sogar 7% würden niemals mehr mit dieser Baufirma bauen. Wenn ihr mich fragt, das riecht nach eklatanten Fehlern und Baumängeln…
  • Trotzdem würden 95% aller Bauherren rückblickend erneut bauen. Wobei die Hälfte einiges anders und besser machen würde. Nur 5% hat die Faxen dicke vom Hausbau…

Und, erkennen Sie ihren Hausbau wieder? ;-)
Wir jedenfalls müssen schon sagen, dass wir viel davon wieder erkennen. Wenn Sie wissen wollen, wie unser Hausbau so war, dann klicken Sie doch einfach hier: Einfamilienhaus bauen – Planung, Ablauf und Kosten beim Hausbau

Hier gibt es auch noch mal alle Auswertungen in der Übersicht:

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3 Kommentare

  1. dospel

    Leider kann man einen deutlichen Anstieg der Preise für den Bau eines Hauses bemerken. Wie reagieren Sie auf umweltfreundliche Haus, das der Bau der Lebenshaltungskosten niedrig sein wollen, müssen Sie zuerst investieren. Die richtige Lüftung, Solar-, Wassermantel – all das ist teuer, aber nach einiger Zeit zahlt sich aus.

  2. Daniela

    Cool was sie dort aufgelistet haben! ;-) Ich würde mal behaupten die Prozentzahlen lügen auch nicht. Ich bin jedoch noch am überlegen ob ich eine Immobilie kaufen oder mieten soll. Oder doch ein Grundstück kaufen und alles selber bauen und entscheiden. Klar diese Entscheidung kann mir keiner nehmen, aber vielleicht gibt es hier noch jemand der vor dieser Entscheidung stand und mit seiner Wahl super zufrieden ist. :-)

  3. Cris

    Die durchschnittlichen Kosten – 360.000 Euro. Bauen in Deutschlad ist eine sehr teure Sache…

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