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Was sind die Vorteile einer Wärmedämmung beim Hausbau?

Was sind die Vorteile einer Wärmedämmung? Und Infos über Einblasdämmung als erste Alternative bei der Haus-Modernisierung.

Wärmedämmung beim Hausbau / Neubau

Wärmedämmung beim Hausbau / Neubau

Vor allem Häuser, die vor mehr als 30 Jahren errichtet wurden, verfügen vielfach über eine – wenn überhaupt – nur unzureichende Wärmedämmung. Dadurch schnellen die Heizkosten trotz sparsamer Nutzung immer weiter in die Höhe und es entweicht viel Wärme über sogenannte Kältebrücken. Welche Vorteile eine optimale Wärmedämmung noch bietet, soll im Folgenden näher erläutert werden.

Vorteile der Wärmedämmung

Wer in eine bessere Wärmedämmung und vielleicht zusätzlich auch eine optimierte (oder bei Modernisierung: Austausc)h der Heizungsanlage investiert, erzielt dadurch enorme Einsparungen. So ist es durchaus möglich, bis zu 50 Prozent des Energie- beziehungsweise Rohstoffverbrauchs einzusparen. Gerade in Zeiten immer weiter steigender Heizöl- und Erdgaspreise ist dies ein sehr wichtiges Kriterium.

Es gibt verschiedene Arten der Wärmedämmung. So können beispielsweise durch den Einbau neuer doppelt oder gar dreifach verglaster Fenster erhebliche Einsparungen erzielt werden. Aber auch die Aufbringung von Wärmedämmverbundsystem-Platten (WDVS-Platten) an der Außenwand und am Dachfirst sorgt für einen niedrigeren Heizenergieverbrauch. Wer handwerklich allerdings nicht geschickt ist, sollte mit diesen Arbeiten einen entsprechenden Handwerker beauftragen.

Material für die Wärmendämung eines Einfamilienhaus

Material für die Wärmendämung eines Einfamilienhaus

Leider sind diese Modernisierungsmaßnahmen auch mit jeder Menge Schmutz verbunden. Es gibt aber eine Variante, mit der Sie nach nur einem Arbeitstag bis zu 40 Prozent der Heizenergie sparen können und bei der kaum Schmutz entsteht – die Einblasdämmung. Hier bohrt der beauftragte Fachmann eine Probebohrung in das äußere Mauerwerk und ermittelt mit einem Endoskop, ob hier eine Hohlraumdämmung möglich ist. Bestätigt sich dies, werden bei einem zweiten Termin mithilfe einer speziellen Maschine und dem daran angeschlossenen Schlauchsystem Steinwoll-Flocken durch verschiedene Bohrlöcher in die Hohlräume gepresst. Die Steinwolle verkeilt sich danach sowohl am Mauerwerk, entwickelt sich aber auch zu einer zusätzlichen Dämmmatte. Dadurch kann der Zwischenraum des zweischaligen Mauerwerkes nicht mehr als Kältebrücke funktionieren. Zugleich wirkt die Steinwolle wasserabweisend. Sind spätere Umbaumaßnahmen geplant, so kann die Steinwoll-Matte bei Bedarf problemlos bearbeitet werden. Dies ist beispielsweise beim Einbau größerer Fenster von Vorteil.

Wärmedämmung – gut zu wissen

Durch eine verbesserte Wärmedämmung wird vielfach auch eine bessere Energieeffizienz erreicht. Deshalb können für diese Sanierungsmaßnahmen auch zinsgünstige Darlehen der KfW-Bank in Anspruch genommen werden, die beispielsweise bei der Hausbank beantragt werden können.

Schauen Sie sich auch den Zustand der Heizungsanlage an. Hier kann bereits der Austausch einer Pumpe zu Einsparungen von mehr als zehn Prozent führen. Ist die Heizung älter als zwanzig Jahre, sollte sie komplett ausgetauscht werden. Welche Heizungsanlage für Sie in Betracht kommt, kann Ihnen beispielsweise ein Energieberater, aber auch ein vor Ort ansässiger Heizungsinstallateur erklären. Zur Auswahl stehen beispielsweise neben der Gas- und Ölheizung auch Pelletheizungen, Wärmepumpen und kleine Blockheizkraftwerke, deren Einsatz auch in Ein- oder Zweifamilienhäusern möglich ist. Es besteht aber auch die Möglichkeit, durch eine Solarthermieanlage sowohl Strom als auch Wärme zu produzieren. Befindet sich in unmittelbarer Nähe eine Biogasanlage, so ist auch die Nutzung dieser Energieform durchaus in Erwägung zu ziehen.

Achten Sie darauf, dass die Leistung der jeweiligen Heizungsanlage nicht zu groß, aber auch nicht zu gering gewählt wurde. Durch zu größere Kapazitäten geht wiederum Einsparpotenzial verloren, bei Heizungsanlagen mit niedrigerer Leistung müssen Sie über kurz oder lang in Ergänzungsmodule investieren.



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6 Kommentare

  1. Thorsten

    Wir haben selbst erst vor einem knappen Jahr die Wärmedämmung bei unserem Haus erneuern lassen und ich kann dadurch aus eigener Erfahrung sagen, dass sich eine solche Investition definitiv lohnen würde.

    Wir konnten dadurch gerade im Winter die Kosten um rund 25% nach unten treiben, was ich schon ganz beachtlich finde.

  2. Herbert

    Ich kann mich Thorsten nur anschließen, eine gutgemachte Dämmung bringt wirklich eine große Ersparnis….wie viel es bei uns ist, können wir noch nicht ganz abschätzen, wir haben Sie erst ein halbes Jahr, aber ich bin da ziemlich zuversichtlich. Aber unser Fachmann, der uns die Baustoffe leiferte und uns bei der Anbringung unterstützt hat hat auch so um die 20-25 % geschätzt!

  3. Robert

    dem schließe ich mich an – das rentiert sich auf alle fälle – wir haben einen neubau – kann es also auch nicht genau bestimmen – jedoch ist es die investition auf alle fälle wert. möchte nun auch das haus versichern lassen. hat da jemand einen guten rat? welche wohngebäudeversicherung habt ihr gewählt?

  4. Kestas Strimaitis

    Wenn man sich ordentlich was einsparen will, sollte man neben der Wärmedämmung auch auf gut versiegelte Fenster achten Am besten mit 3-Fach Verglasung :)

    Liebe Grüße.

  5. Alex

    Danke für den informativen Bericht. Um eine Wärmedämmung sollte sich in der heutigen Zeit wirklich jeder Hausbesitzer kümmern, ob Alt- oder Neubau.

  6. Dennis

    Das eine Außenwanddämmung einen geringen Energieaufwand und somit Ersparnisse einbringt ist selbstredend.

    Viel wichtiger ist die Frage, ab wann sich diese amortisiert hat.

    Mal angenommen man spart durch die Dämmung 30 % Energiekosten ein. Wenn ich das mal auf einen 4-Personen Haushalt hochrechne und einen Verbrauch von 14.000 kWh/a zugrundelege, komme ich auf einen Kostenaufwand von ca. 1000 € (7,248 Cent pro kWh).

    Wenn ich nun diese 30% einspare, habe ich einen effektiven Kostenvorteil von gerade einmal 300 € p.a.

    Meiner Meinung nach rechnet sich diese Maßnahme nicht wirklich, denn die Amortisation ist erst in ca. 66 Jahren erreicht (wenn ich mal von einem Kostenaufwand von
    20k € für die Außendämmung ausgehe).

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