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Der Winter ist zurück – und die Heizkosten steigen…

Da war der Frühling schon fast da. Zumindest ein tolles Wochenende mit viel Sonne hatte bei uns neulich schon die Lust auf den Garten geweckt. Und dann das: der Winter kehrte mit aller Gewalt zurück und begrub das Haus und den Garten erneut unter einer dicken Schneedecke. Und zu allem Überfluss bleibt es jetzt schon mehrere Tage tief unter Null Grad (bzw. auch Nachts deutliche bis -10 Grad. Brrrr.).

Winter im Hausbau-Blog - kalt aber sonnig

Winter im Hausbau-Blog – kalt aber sonnig

Das treibt natürlich die Heizkosten in die Höhe.

Den Frühling locken?

Den Frühling locken?

Zur Erinnerung: Wir haben eine Gasheizung samt Solarkollektoren auf dem Dach. Nicht nur dass wir bei dieser Kälte natürlich mehr heizen müssen – ergo mehr Gas verbrauchen – ergo mehr Zahlen müssen, nein, auch noch die Solarkollektoren verweigern die Heizungsunterstützung fürs Warmwasser. Nicht etwa weil sie kaputt sind, vielmehr verhindert die dicke Schneeschicht auf den Kollektoren dass diese sich an der Sonne laben.

Unsere Wasser-Austausch-Umwälzpumpe (wie heißt das Ding??) zeigt dazu auch passend an: Temperatur des Wassers was aus dem Speicher in die Pumpe einfließt: ca. 40 Grad; Temperatur des Wassers was (eigentlich ja erwärmt) zurück kommt: 32 Grad. Also ein Verlust von 8 Grad. Ich hoffe nur, dass das Ding aktuell nicht wirklich das Wasser im Warmwasserspeicher austauscht bzw. durch die Solarkollektoren fließen lässt – das wäre ja ein Fass ohne Boden (wobei dadurch ja vielleicht der Schnee wegschmelzen würde? btw: hat jemand Ahnung wie man das kontrollieren kann?). Hoffen wir mal, dass wir nicht für draußen heizen.

Pumpe die das Wasser zum Solarkollektor pumpt

Pumpe die das Wasser zum Solarkollektor pumpt

Denn auch so sind die aktuellen Heizkosten wieder massiv angestiegen. Na klar kann man seine Heizmethoden dem Eigenheim sparend anpassen, aber ein Mindestmaß an Wärme brauch man so oder so. Und durch die neuerliche Kälte hat sich nun der Verbrauch im deutlichen zweistelligen Prozentbereich erhöht (den Mittelwert lote ich grad noch aus). Toll wäre ja eine Formel a la “jedes Grad kälter kostet uns x Euro am Tag“. Je nach dem was bei raus kommt – vielleicht will man das anschliessend auch gar nicht wissen…

Heizkosten bei alternativen Energien?

Wir hatten uns damals ja nicht nur FÜR Gas – sondern somit auch GEGEN alternative Energien wie eine Wärmepumpe entschieden. Wobei das GEGEN ja nicht gegen die alternativen Energien geht – damals hatte das von der Finanzierung nicht wirklich gepasst. Auch wenn damals in den Kommentaren andere Rechnungen aufgemacht wurden. Zudem haben wir aufgrund der Enev 2009 ja unsere Solaranlage auf dem Dach.

Spannend wäre es aber mal zu wissen, wie diese alternativen Heizsysteme mit der Kälte umgehen. Bei den normalen Luft-Wasser-Wärmepumpen liest man ja öfters mal, dass diese bei starker Kälte über die Verwendung von Strom viel dazu heizen müssen. Wodurch eben erhöhte Stromkosten entstehen. Unterm Strich nimmt sich das dann wahrscheinlich kaum was mit der Energieeinsparung bzw. geringeren Kosten.

Hat aber jemand Erfahrung wie das bei einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist, die ihre Wärme ja eigentlich tief aus dem Erdreich bezieht? Aber da müsste es doch jetzt auch kälter werden?

Oder auch wie effektiv bei diesen Temperaturen so ein dezentrales Lüftungsgerät wie dieses hier von Stiebel Eltron ist, welches mit Wärmerückgewinnung arbeitet?

Na gut, jetzt ist´s eh zu spät für uns. Aber nachfragen darf man ja wohl :-)


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3 Kommentare

  1. Alexey

    Wir haben eine Erdwärmepumpe und natürlich muss diese bei der Kälte in diesem Jahr etwas mehr arbeiten als letztes Jahr im März. Die Durchschnittstemperaturen der Sole sinken im Verlauf des Winters um 2-3° ab, also bei uns von ca. 10°C auf 7°C. Ob draußen grade besonders kalt ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Natürlich arbeitet auch die Erdwärmepumpe bei der Kälte insg. etwas weniger effizient, da höhere Vorlauftemperaturen erzielt werden müssen. Bei durchschnittlicher Außentemperatur von 0°C kommen Arbeitszahlen deutlich über 4,0 raus, ohne Warmwasser sogar ca. 4,5. Im Frühling regenerieren sich die Soletemperaturen ziemlich schnell. Aber natürlich ist jede Bohrung anders. Es kommt vereinfacht gesagt auf den Untergrund, die Tiefe/Anzahl der Bohrungen und die Wärmemenge, die man entzieht, an.

  2. Christian

    Ich habe mir die Frage damals auch gestellt, welche Heizung wohl die bessere Wahl ist. Habe da auf mal einen Artikel dazu verfasst.
    https://sweethometeltow.wordpress.com/2013/04/02/warmeerzeuger-heizung-vergleich/
    Momentan sind LWP meiner Ansicht nach keine Alternative. Die sind in den verbrauchskosten idR teurer momentan als Gas. EWP kommen im Bereich von Arbeitszahlen von 4,2 an den Verbrauch von Gas heran. Klar die Wartungskosten Gas sind höher, aber die Mehrnvestition gegenüber Gas rentiert sic erst in XX Jahren.

    Ich denke eine gute Entscheidung momentan mit Gas :-) Wir habe sogar noch auf die Solaranlage verzichtet, weil die eigentlich ebenfalls wenn nur als Warmwasserunterstützung sich erst spät rentiert.

  3. Mario

    Ich glaube mit der Solarthermie stimmt was nicht… habe Buderus…Junkers hat ja “gewisse Ähnlichkeiten” ;-) Jedenfalls darf die Pumpe nicht laufen wenn nicht ein Temperaturüberschuß am Kollektor anliegt ! Bei der Wartung mal ansprechen ?! LG

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