Baunebenkosten Checkliste – Berechnung und Höhe von Baunebenkosten

Hier finden Sie eine Baunebenkosten Checkliste. Mit dieser Liste können Sie die Berechnung der Baunebenkosten durchführen und die wahrscheinliche Höhe der Baunebenkosten abschätzen.

Denkt man an Baunebenkosten, so denkt man oftmals nur an geringe Kosten neben dem eigentlichen Hausbau. Den Hauptaspekt der Kosten legt man sicherlich auf die Grundstückskosten (Checkliste Grundstück kaufen) sowie auf die eigentlichen Kosten des Hauses. Die sogenannten Kosten die rund um den Hausbau anfallen und nicht im Grundstückspreis oder Hauspreis enthalten sind werden als Baunebenkosten bezeichnet. Daran das diese Baunebenkosten aber oftmals bis zu 20% der kompletten Hausbau-Kosten ausmachen können und damit als ein wesentlicher Teil über die Baufinanzierung finanziert werden muss, denken viele Bauherren erst einmal nicht.

Update: Wir haben uns mittlerweile entschlossen all unsere Baukosten unseres Einfamilienhauses detailliert aufzulisten. Dort finden sich dann im Laufe der Zeit auch alle tatsächliche entstandenen Baunebenkosten wieder

Baunebenkosten Checkliste

Bei der Berechnung meiner gesamten Kosten für den Hausbau habe ich mir eine Baunebenkosten Checkliste erstellt. Anhand dieser Liste habe ich berechnet in welche Höhe meine Baunebenkosten ausfallen werden. Die wichtigsten Baunebenkosten habe ich hier nun festgehalten.

Grunderwerbsteuer für Grundstückskauf

Je nach Bundesland sind zb 5 % (Brandenburg) oder 4,5 % (Berlin) vom Grundstückskaufpreis zu bezahlen. Wenn man das Grundstück und Haus aus einer Hand (zb von einem Bauträger kauft), so gilt die Grunderwerbssteuer auf das gesamte Objekt bestehend aus Haus und Grundstück.

Kosten für die Baugenehmigung

Abhängig vom Schwierigkeitsgrad der Bebauung fallen ca. 0,2% der gesamten Bausumme als Kosten für die Baugenehmigung an. Ein gängiger Richtwert ist hierfür 500€.

Kosten für die Vermessung

Ist ein Grundstück noch nicht vermessen oder muss der Platz des Hauses noch eingezeichnet werden entstehen Kosten für die Vermessung. Je nach Größe des Grundstücks sollten dabei rund 2.000 € eingeplant werden.

Was wir tatsächlich gezahlt haben:

  • Vermessung Grundstück: 2.585 Euro. Bzw. 1.642 Euro als Kosten für die Grundstücksvermessung ohne Lage- und Höhenüberprüfung sowie Gebäudeeinmessung.
  • Architekt und Projekthonorare

    Entschließt man sich gänzlich selbstständig mit einem Architekten sein Haus zu planen und vor allem zu bauen, so gelten in der Regel 12-15% der Baukosten als Faustregel.

    Baustrom und Bauwasser

    Für den Baustrom und das Bauwasser sollten zusammen 500 bis 1.000€ eingeplant werden.

    Was wir tatsächlich zahlen:

  • Kosten für den Stromanschluss: 1480,55 Euro
  • Bauwesenversicherung

    Die Bauwesenversicherung ist vergleichsweise günstig und schlägt mit ca. 150 bis 250€ zu Buche.

    Bauherrenhaftpflicht

    Die Bauherrenhaftpflicht ist eine Versicherung und wird dem Bauherren einmalig so zwischen 70 und 250€ kosten.

    Erschliessungskosten

    Die Erschliessungskosten eines Grundstücks können stark variieren und die gesamten Baunebenkosten leicht in die Höhe schnellen lassen. In der Regel sind die folgenden Richtwerte der Erschließungskosten für eine erste Berechnung der Baunebenkosten anzusetzen:

    • Kanalisation – bis zu 5.000€
    • Strom – bis zu 2.500€
    • Wasseranschluss und Kanalisation (Abwasser)– ca. 4.000€
    • Telefonanschluss – ca. 350€

    Sollte eine Baustraße notwendig sein, kann diese sehr leicht auch einige tausend Euro kosten können.

    Was wir tatsächlich an Baunebenkosten für die Erschliessung zahlen:

    Erschliessungskosten

    Hier finden Sie alle Anschluss- und Erschliesungskosten für unseren Hausbau:

    Sonstige Baunebenkosten

    Die folgenden sonstigen Baunebenkosten sind alles erste Richtwerte die ich bei Anfragen und selbständigen Recherchen ermittelt habe und mit in meine Baunebenkosten einbeziehe

    • Mitgliedschaft Bauherrenschutzbund – 200€
    • diverse Beratungsleistungen und Auskünfte vor Vertrag – 585€
    • Baubegleitung – 1.250€
    • Bodengutachten – 600€
    • Was wir tatsächlich zahlen: Baugrundgutachten: Kosten fürs Bodengutachten: 440 Euro

    • Notarkosten – 450€
    • Grundbucheintrag – 1.200€
    • Prüfstatiker – 800€

    Wie man sehen kann belaufen sich die Baunebenkosten in dieser Checkliste leicht auf über 20.000€. Wenn man nun noch die notwendigen Kosten für die Aussenanlagen hinzurechnet können diese Kosten nochmals sehr schnell ansteigen.

    Fazit: Baunebenkosten Checkliste

    Die Baunebenkosten sind keinesweg nur Nebenkosten kleinerer Art die neben den eigentlichen Hausbaukosten entstehen. So machner Bauherr ist schon an den Baunebenkosten zufall gekommen und musste seinen Hausbau aufgeben. Durch eine korrekte und ausreicheinde Berechnung der Baunebenkosten sollte das finanzielle Risiko einer kostspieligen Nachfinanzierung des Baukredits minimiert werden können.

    Hier auch noch mal der Hinweis, dass Sie hier all unsere Baukosten fürs Einfamilienhaus einsehen können.

    5 Kommentare zu “Baunebenkosten Checkliste – Berechnung und Höhe von Baunebenkosten”
    1. Sanneam 08.05.2010 um 9:59 am

      Gute Checkliste, wüsste noch einiges ;)

    2. Alexanderam 13.05.2010 um 11:43 am

      Danke für Info – schauen wir ob Nebenkosten bei mir der Checkliste entsprechen werden ;)

    3. Baugutachter NRWam 20.05.2010 um 1:29 am

      Gute Checkliste, unerwartete Baunebenkosten treten natürlich immer auf.

    4. [...] (Kaufpreis, Makler, Notar, Bescheide etc – Tipp: Checkliste Grundstück kaufen), an alle Baunebenkosten (u.a. Erschliessungskosten wie Wasser, Gas und Strom) aber auch an die mögliche [...]

    5. [...] setzen wir auf ein Massivhaus. Und ob der eigentlichen Hausbau-Kosten, Grundstückskosten und Baunebenkosten schon nicht genug wären, bringen wir quasi keine Eigenleistungen mit ein und zahlen zudem noch [...]

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