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Umzug ins neue Haus – Von Doppelbelastung, Miete, Zeitplanung und Vertragsstrafe

Wer ein neues Haus baut, freut sich auf den Einzug. Wie aber lässt sich der Umzug am besten planen? Wie vermeidet man eine Doppelbelastung durch die Miete und wie kann man durch Vertragsstrafe die Zeitplanung absichern?

Wer in sein neues Haus ziehen will, muss aus dem alten erst mal ausziehen. Wann aber ist der richtige Zeitpunkt um die bisherige Wohnung zu kündigen? Denn eigentlich könnte doch alles so einfach sein….

Zeitplanung neues Haus

Beim Hausbau hat man in der Regel einen Zeitplan vorliegen, der einem verrät, wann welches Gewerk fertig gestellt ist. Durch die Aneinanderreihung der einzelnen Arbeiten ergibt sich ein voraussichtlicher Fertigstellungstermin. Je nach dem ob man nun schlüsselfertig baut oder nicht, kommt noch eine kurze Zeit für die letzten Feinheiten hinzu. Anschliessend lässt sich schon ziemlich genau sagen, wann der Umzug und damit der Einzugstermin stattfinden kann.

Kündigungsfrist bisherige Wohnung

Ähnlich verhält es sich doch mit der bisherigen Wohnung, die die meisten wohl zur Miete bewohnen. Hier gibt es in der Regel eine starre Kündigungsfrist, meist von 3 Monate zum Monatsende. D.h. konkret, wenn man jetzt die Wohnung kündigt, weiss man schon genau, dass man in 3 Monaten ausziehen muss.

Wenn man nun beide Termine – den des Auszug und den des Einzug ins neue Haus – so geschickt legt, dass sie nah beieinander liegen, wäre das eigentlich perfekt. Das Problem ist nur, dass hier plötzlich eine gewisse Unsicherheit auftritt.

Was ist wenn sich der Hausbau plötzlich verzögert und der Einzug verschoben werden muss?

Vor diesem Problem stand schon so mancher Bauherr: Die alte Wohnung ist gekündigt und das neue Haus noch nicht einzugsbereit. Was nun? Natürlich kann man nun versuchen, in der Zwischenzeit bei der Familie, Freunden und Verwandten unterzukommen. Und zur Not bietet sich auch ein Hotel o.ä. an – aber Lösungen für mehrere Wochen sind das alles ganz bestimmt nicht. Während sich ein vorübergehender Schlafplatz vielleicht noch findet, hat man aber ja auch noch seine Einrichtung und tausende Umzugskarton an der Backe. Wohin damit? Ein entspannter Einzug im neuen Haus sieht wohl wahrlich anders aus.

Doppelbelastung durch Haus und Miete?

Dass es nicht soweit kommt, ließe sich doch dabei mit etwas Vorsicht planen. Lassen Sie ihre bisherige Wohnung doch noch zur Sicherheit einfach einen Monat länger auf Sie laufen. Reichen Sie die Kündigung mit mehr Puffer und Spielraum für den Umzug ein. Was sich hier so einfach anhört, ist allerdings auch nicht ganz leicht, da Sie in dieser Zeit dann mit einer Doppelbelastung auskommen müssen. Sie müssen sicherlich schon teile der Baufinanzierung zurückzahlen, während Sie noch zeitgleich Miete zahlen müssen – gerade beim Bau eine nicht ganz einfache Situation.

Doppelbelastung durch Haus und Miete?

Wie lässt sich dieses Fiasko nun lösen? Wenn man das Geld übrig hat, sollte man auf Nummer sicher gehen und die Miete einen Monat länger laufen lassen. Wir werden dies jedoch nicht machen, da wir zum Zeitplan schon ca. 4 Wochen Puffer haben. Das sollte eigentlich reichen.

Vertragsstrafe im Bauvertrag?

Und falls es doch zu massiven Verzögerungen im Bauplan kommen sollte, haben wir schon direkt beim Abschluss des Hausbau-Vertrages vorgesorgt. Wir haben unserem Vertragspartner, also dem Bauunternehmen Budig, eine deutliche Vertragsstrafe in den Bauvertrag aufnehmen lassen.

Im Bauvertrag liest sich dass dann in etwa so:” Wenn durch eindeutiges Verschulden des Auftragnehmers die vereinbarte Fertigstellungsfrist überschritten wird, schuldet der Auftragnehmer dem Auftraggeber 500,00€ / je begonnene Verzugswoche.”

Zwar war im Standard-Dokument auch schon eine Strafe enthalten, die war aber wesentlich milder. Davon hätten wir pro Monat nicht mal unsere Miete zahlen können. Um unserem Bauunternehmer ein Stück entgegen zu kommen, haben wir noch den Zusatz eingefügt, dass die Zahlungen erst ab der 2. Verzugswoche fällig werden uns insgesamt nicht mehr als max. 3% der Vertragssumme.

Und auch falls es soweit kommen würde, müsste man vermutlich aufpassen, da der Bauunternehmer hier sicherlich Schlupflöcher finden könnte. Hat man zum Beispiel Sonderausführungen oder Mehrleistungen beauftragt, die zum Vertragsabschluss nicht bekannt waren, erhöht sich natürlich zwingendermaßen die Bauzeit.

Wir hoffen natürlich, dass es nicht so weit kommt. Und beim bisherigen Verlauf deutet auch nichts darauf hin. Trotzdem empfiehlt es sich schon frühzeitig Gedanken um den Umzug zu machen.

Nebenbei gesagt: Wir suchen noch einen Nachmieter für unsere Doppelhauhälfte in Neuenhagen bei Berlin. Wenn dieser mit seinem Einzugstermin zeitlich flexibel ist, wäre dass natürlich noch besser ;-)

Haus mit Garten zur Miete in Neuenhagen

Haus mit Garten zur Miete in Neuenhagen



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3 Kommentare

  1. Zarathustra

    Hallo,
    der Umzugstermin liesse sich ja einfach planen, wenn die Hausbaufirmen einen festen Terminplan einhalten wuerden. Dies ist aber oft nicht der Fall. Und so wird die Festlegung des Umzugstermins oft zum Gluecksspiel.
    Gruss,
    Stefan

  2. Nils

    Wir werden die Miete dann wohl oder übel auch einen, vielleicht sogar zwei Monate länger laufen lassen. Das haben wir finanziell auch schon alles einkalkuliert. Außerdem bekommt man ja (in der Regel) noch die Mietkaution wieder, die man fast schon ein bisschen aus dem Sinn hat. Dann wiegt sich der eine zusätzliche Monat mit Miete wieder auf, denke ich.

  3. David

    Ein Umzug ist immer sehr stressig und wenn dann noch solche Probleme hinzu kommen ist das natürlich eine Doppelbelastung. Wenigstens beim Umzug selbst kann man aber zum Glück einiges vorbereiten.

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