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Vergleich: Terrasse aus Holz oder Stein? Vorteile, Nachteile, Kosten

Vergleich des besten Terrassenbelag für den Garten: Terrasse aus Holz, Stein oder doch Kunststoff? Vorteile, Nachteile, Kosten.

Bei der Planung der Terrasse bzw. spätestens bei der Gestaltung stellt sich die Frage nach dem Terrassenbelag. Soll die Terrasse aus Stein oder eher Terrassendielen aus Holz oder Kunststoff wie WPC sein? Und um wie viel erhöhen sich die Kosten der Aussenanlagen?

Egal aus welchem Material die Terrasse ist, es gibt immer Vorteile und Nachteile sowie persönliche Vorlieben an den Terrassenboden.

Terrasse aus Holz

Der größte Vorteil bei einer Terrasse aus Holz ist wohl die Anmutung. Ein schöner Holzton auf dem Boden erinnert einen oftmals an Urlaub, was bei fast allen positive Erinnerungen hervor ruft. Allerdings kann man das nicht per sé jeder Holzart zuschreiben, denn zu unterschiedlich sind die Eigenschaften von Douglasie, Lärche oder Hartholz wie Bangkirai. Während die eher weicheren Hölzer gerne mal splittern (Achtung, Gefahr beim Barfuß gehen!), sind Hartholzer sehr schwierig zu verarbeiten. Weshalb der Terrassenbau doch besser den Profis überlassen werden sollte.

Vor allem auch, da die Terrasse doch das Prädikat “haltbar” haben sollte. Sicherlich möchte man noch einigen Jahren nicht schon wieder alles wegen unsachgemäßer Erstellung abreißen und neu anlegen. Alleine dagegen sprechen schon die Kosten. Während Lärche oder Douglasie zwar durchaus günstige Terrassendielen sind, sind die Kosten für eine Terrasse aus Bangkirai doch sehr hoch. Für den laufenden Meter müssen Sie hier zwischen 60 und 80 Euro einkalkulieren (nicht qm, sondern laufender Meter!).

Auch gilt es bei einer Terrasse aus Holz zu beachten, dass dieses sich mit der Zeit verfärbt. Die Sonne und äußere Einflüße sorgen dafür, dass das Holz grau wird. Eine Bauherren finden daran gefallen, wogegen andere regelmäßig die Terrasse Ölen um die ursprüngliche Farbe zu erhalten.

Weitere Nachteile bei einer Holzterrasse ist, dass es hier sehr oft kleine Ritzen gibt in denen sich Unkraut oder Ungeziefer wie Ameisen breit machen (kommt natürlich auch immer auf die Unterkonstruktion an). Zudem sagt man dem Holz ein leichtes Ausrutschen bei Näße und mithin sogar Aufquellen bei Feuchtigkeit nach.

Terrassenplatten aus Holz - Bangkirai

Terrassenplatten aus Holz – Bangkirai

Terrasse aus Stein

Eine Terrasse aus Stein ist nicht nur haltbarer sondern auch einfacher in der Erstellung. Man benötigt keine aufwändige Unterkonstruktion wie bei Holz sondern lediglich einen festen Untergrund (ideal ist Recycling und anschliessend Verlegesplitt).

Einer der aber wohl größten Vorteile einer Terrasse aus Stein im Vergleich zu Holz ist der Vorteil der Vielfalt der Materialien und Farben. Die Terrassengestaltung ist insofern besonders individuell möglich und lässt sich bestens auf die Farbgestaltung des Hauses abstimmen. Hier nur ein paar Beispiele: je nach Material wie Beton, Steine, Pflaster, Terrassenplatten, Granit oder Naturstein können Sie ein rustikales, modernes, kühles, warmes oder auch mediterranes Ambiente erschaffen.

Durch gutes Material (Beschichtung gegen Dreck und Moosbewuchs) sowie entsprechende Verlegung gegen Unkraut (Splitt statt Kies) hält sich der Aufwand für die Pflege und Reinigung auch stark in Grenzen.

Bei den Kosten hat eine Terrasse aus Stein klar die Nase vorn. So kann man günstige Steine, Pflaster oder auch Terrassenplatten durchaus schon für 20 Euro pro Quadratmeter einkaufen. Allerdings gilt auch hier, nach oben hin offen. Besonders exklusive Materialen kosten dann gut und gerne auch zwischen 60 und 100 Euro. Alles in allem bekommt man aber mit Preisen zwischen 30 und 50 Euro pro qm schon eine sehr große und gute Auswahl.

Beton Terrassenplatten

Beton Terrassenplatten

Terrasse aus Kunststoff

Eine Terrasse aus Kunststoff oder auch neumodischen Kreationen wie WPC versucht die Vorteile von Holz und Stein zu kombinieren. Das angenehme Barfuß-Gefühl + die Langlebigkeit von Stein sollen in einer Terrassendiele den anspruchsvollen Bauherren zufrieden stellen. Mindestens genau so anspruchsvoll sind dann auch die Kosten.

Bester Terrassenbelag?

Bei der Wahl des richtigen Terrassenbelags sind aber nicht nur die Vorteile/ Nachteile von Holz, Stein und co relevant. Auch muss die Terrasse zur restlichen Gestaltung von Haus und Garten passen. Hier sollte man versuchen stilsicher eine Linie und Farbwahl (halbwegs) bei zu behalten. Natürlich sollte

Neben den doch immens unterschiedlichen Kosten (aber Achtung: bitte nicht das günstigste Holz mit den besten Steinen vergleichen, und andersherum) spielen wohl auch die persönlichen Vorlieben eine Rolle. Denn wie könnte es sonst zu Aussagen von Bauherren kommen, die Jahre/Jahrzehnte lang schon die eine oder andere Terrasse besitzen und dafür noch immer schwärmen und sich nichts anderes vorstellen können? Natürlich gibt es auch das Gegenteil – dann aber hüben wie drüben.

Kurzum: Hören Sie bei der Wahl des richtigen Terrassenbelags auf sich selbst und stehen Sie anschliessend zu Ihrer Wahl. Egal ob aus Holz oder Stein.

Letzter Tipp am Rande: Einige Bauherren schwören auch auf eine Holz-Stein-Terrasse. Eine großflächige Kombination beider Materialien. Zumeist wird umgibt dabei das eine (Holz) das andere (Stein, oder andersherum) wie ein Rahmen.

Terrassenbelag aus Stein und Holz

Terrassenbelag aus Stein und Holz

PS: Wir werden unsere Terrasse aus Stein gestalten. Und zwar Terrassenplatten Miami Skyline in nordisch grau von Berding Beton

Weiteres zur Terrasse, Pflaster und Aussenanlagen

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6 Kommentare

  1. Andy

    Hi,

    danke für den Vergleich. Wir haben eine Terrasse aus Granitsteinen genommen und dachten eigentlich, dass wir damit was für die Ewigkeit haben. Unempfindlich, robust und angenehm zum Laufen sollte sie sein.

    Leider sind wir aber auf ein sehr schlechtes Produkt reingefallen. Nach nur wenigen Monaten normaler Benutzung ist Terrasse übersäht mit Flecken, die trotz intensiver Kärcher-/ Schrubber- / Reiniger-Behandlung einfach nicht weggehen wollen. Auch Fachleute wissen aktuell keinen Rat, zumal die Platten mit 30 €/qm nicht gerade ein Schnäpchen waren.

    Wirklich sehr ärgerlich, da es aussieht als hätten wir unsere Steine vom Recyclinghof geholt. Wir sind gerade dabei mit unserem Händler zu diskutieren, was wir noch tun können.

    Also lieber die Steine als Muster mal mitnehmen und ausgiebig auf deren Empfindlichkeit testen, sonst kann es wie bei uns eine böse Überraschung geben.

    Ich bin ja momentan voll auf meinem Holztripp – muss mich aber wohl noch ein paar Jahre (aus Budgetgründen) damit gedulden müssen.

    Viele Grüße
    Andy

  2. Klara

    Hey :)
    Hm, Holzverbundplatten kommen bei dir ja eher schlecht weg, da dachte ich, ich breche mal eine Lanze :) Wir haben auf unserer Terrasse sehr gute Erfahrungen mit Mydeck-Dielen gemacht. Freunde von uns hatten gebaut und waren mit ihrer Entscheidung für Holzverbunddielen total zufrieden, also sind wir mit unserer Terrasse letztes Jahr ihrem Beispiel gefolgt. Den ersten Winter hat sie tadellos in ihrem neuen Kleid überstanden, die Dielen sehen noch aus wie neu und sind wirklich pflegeleicht. Und jetzt, wo’s langsam wieder wärmer wird, genießen wir alle das angenehme Laufgefühl, auch, weil man sich um Splitter keine Sorgen machen muss :)
    Für uns war es wirklich der ideale Kompromiss zwischen Stein und Holz und ich empfehle es sehr! Also, Holzverbunddielen sind wirklich einen zweiten Blick (und mehr!) wert :)

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  6. Toni

    Bankirai soll bis 80 Euro der laufende Meter kosten? Das ist ja lächerlich! Man bezahlt im Schnitt 8 Euro für den laufenden Meter. Einfach mal die Shopping Suche von Google bemühen. Recherche ist alles!

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